Mittwoch, 30. September 2009

Das Kolonisierungsprogramm geht weiter Herr Obama

Das Kolonisierungsprogramm geht weiter bis zum bitteren Ende – das jüdische Volk Israel und seine ‚Allierten‘ in den USA wollen es mehrheitlich so
Selbst Ägyptens Außenminister Ahmed Abul Gheit traute sich in der UN Vollversammlung zu fordern, dass ‚Israel alle Siedlungsaktivitäten in den besetzten Palästinensischen Gebieten einschließlich Jerusalems stoppen müsse.


(Bild: Siedler in Hebron)

‚Alle sind Gottes Kinder‘- aber nicht gleich?
US Präsident Obama
mochte vor der UN am 23.9.09 freundlichst den lieben Gott zitieren, der alle Kinder, ob israelische oder palästinensische als die Seinen, Gottes Kinder, ansehe – es hilft nichts, denn die USA ermöglichen erst mit ihrer Militärhilfe und ihren jährlichen Millionenspenden, dass die einen in besten Umständen leben, während ER die anderen nur zu sich nimmt, gestorben im Feuerhagel mörderischer israelischer Militärangriffe.
Obama hat schon recht, wenn er meint, dass die Siedlungen das Zentrum des Konflikts darstellen, denn sie sind die faktische Realisierung des Kolonialprojektes – sie sollen absichern, was Zionistisches Ziel seit 1897 ist und nie verändert worden ist: einen jüdischen Staat, mindestens in der Größe wie von England versprochen, vom Mittelmeer bis zum Jordantal, in den Grenzen des Mandatsgebiet von 1923 bis 1947.
Und dass das so bleiben soll, das meinen auch 56% der befragten Israelis in Anbetracht der Forderungen US Präsident Obamas, keine neuen ‚Siedlungen‘ mehr zu bauen. (Ergebnisse der Befragung des Maagar Mohot Polling Institut vor der mit Spannung erwarteten Rede Netanyahu‘s in der Knesset zu Obamas Forderung im Juni 09 – siehe Haaretz 12.6.09)
Amerikas Israel Lobby triumphiert
Im jährlichen Survey ‚American Jewish Public Opinion’, das von dem ‚American Jewish Committee, AJC‘(1), das auch eine Depandance in Berlin unterhält, am 23.9.09 veröffentlicht wurde, wird nicht nur der ‚Fortschritt‘ jüdisch-amerikanischer gezinkter Meinungsmache zum Militärschlag gegenüber dem Iran bejubelt. Waren es 2007 nur 35%, 2008 schon 42%, so seien es heute nach der Befragung im August/September 2009 56%, die einen Militärschlag für berechtigt halten. Jennifer Laszlo-Mizrrahi, Gründerin und Präsidentin von ‚The Israel Project‘ begrüßt den „dramatischen Meinungswechsel während der letzten Monate“, denn in ihren Befragungen haben sich von 29% der Befragten im März 2009 im August 58% dahingehend geäußert, dass sie einen Militärschlag der USA und ihrer Alliierten gegen den Iran begrüßen. (2)
Was die Forderung Obamas nach einen konsequenten Siedlungsstop angeht, ergibt die Befragung des AJC auch eine wachsende Zahl der jüdischen Amerikaner, die gegen einen Stop der ‚Siedlungen‘ sind. Konstatierte die ‚pro peace lobby‘ noch vor kurzem 46% der Befragten als Gegner der Obama Forderung, sind es laut AJC jetzt bereits 51%, die gegen einen Siedlungsstop sind. Diesen Wandel sieht Seymour Reich, ehemaliger Präsident des ‘Israel Policy Forum, IPF’, in dem „Fehler Obamas“ begründet, dass er dem Thema ‚Siedlungen‘ „zu viel Gewicht“ bemessen würde". (2)
Die Siedlungen sind illegal
Obama hat auch recht, wenn er mit Bezug auf die UN Charta und UN Beschlüsse sagt, dass die an die 130 Kolonien in den besetzen Gebieten nach internationalem Recht illegal sind, vor allem Artikel 49 der 4. Genfer Konvention verletzten, in der es heißt:
„Individueller oder massenhafter Transfer, ebenso die Deportation von Personen vom besetzten Gebiet in das Gebiet der Besatzungsmacht oder in ein anderes Land, besetzt oder nicht besetzt, ist verboten – egal aus welchem Grund“ (übersetzt aus dem Englischen)
Hinzukommt, dass diverse UN Resolutionen (darunter 446, 452, 465) Israels Siedlungsbauten verurteilt und erklärt haben, dass ihr Bestehen keine Legitimation habe. Israel kolonisiert weiter und schert sich nicht um internationales Gesetz. Nach der Besetzung 1967 hatte sich Israel verpflichtet, im Prinzip Jordanisches Recht beibehalten zu wollen, aber weder hält es sich daran noch respektiert es eigene Militärgrundsätze.

OFRA –Beginn illegaler Kolonien eine ‚Privatsache der wahren ‚Herren des Landes‘? (3)
Ofra, das Flagschiff aller Siedlungen, wie B’Tselem das in einem Bericht (4) nennt, wurde 1975 von der nationalistisch/rassistischen Gruppe Gush Emunim (Block der Rechtgläubigen) (5), die besonders in Hebron ihr Unwesen treiben, zunächst auf einem von der jordanischen Armee verlassenen Camp als eine erste Kolonie in der nördlichen West Bank errichtet. Die damalige Rabin Regierung verfügte wenig später die Anerkennung dieser Kolonie als ‚Gemeinde‘, obwohl 58% des besetzten Landes sogar im israelischen Land Kataster als palästinensisches Eigentum registriert waren; unter Begin wurde die Feststellung des israelischen Gemeindestatus 1977 rechtskräftig. Die im Nachhinein ‚legalisierte' Enteignung palästinensischen Landes benutzte diverse neue und alte Verordnungen der Militärverwaltung, vor allem diese 58% des Landes unter der Enteignungsverordnung No 77 in 1977 ‚für öffentliche (ehemals jordanische) Zwecke‘; alle eingelegten Rechtsmittel gegen diese willkürlichen Maßnahmen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt.
Idith Zertal und Akiva Eldar, israeliche Autoren des Buches‘ Herren des Landes: der Kampf über Israelische Siedlungen in den besetzten Gebieten‘ beschreiben diesen illegalen Besatzungsakt so: ‚Ofra…, unter trickreichem und falschen Vorwand errichtet, ist Teil des Israelischen Konsens geworden und begeistert das israelische Herz wegen seine schönen Erscheinung, seiner Rolle als Flagschiff der Siedlerbewegung und der honigsüßen Stimme mancher ihrer bekannten Bewohner‘ (übersetzt aus dem englischen) (6)
Ofra – ein Präzedenzfall für die Judaisierung Palästinas bis an den Jordan
Damit wurde mit Ofra ein Präzedenzfall geschaffen. Ofra bricht nicht nur internationales Recht, sonder auch jordanisches und israelisches. Nach jordanischem Recht müsste es einen Masterplan und Beschlüsse der lokalen Planungskomitees geben. Dies wurde umgangen durch ‚Ergänzungen‘ zum jordanischen Planungsrecht und der Ersetzung der palästinensischen Komitees durch neue ‚zivile‘ Komitees, in denen Israelische Vertreter residieren. (7) Aber selbst israelische Planungsgrundsätze wurden missachtet, denn es gibt auch keine israelische Planungsgrundlage für diese ‚private Kooperative‘.
Die sogenannte Zivilverwaltung antwortete B’tselem auf ihre Anfrage 1979: ‚es gibt keine juristische Grundlage für Ofra, aber es ist eine der Gemeinden unter dem Meteh Binyamin Regionalrat unter der Verwaltungsverordnung des Regionalrates (Judea und Samaria) (No.783)'.(Überetzung aus dem engl.) Ofra hat heute 2.700 Einwohner, und ist bestens versorgt mit 3 Schulen, einer Tagesstätte, mehreren Kindergärten, verschiedenen öffentlichen Einrichtungen, Geschäften und etwas Leichtindustrie.
Ofras Bauten sind illegal
Im May 2008 zeigt eine Luftaufnahme 570 Gebäude, 400 davon Einfamilienhäuser – keines davon ist je autorisiert worden, alle sind also nach israelischem Planungsrecht illegal, was seit der Besetzung für Tausende von palästinensischen Wohnhäusern das Ende bedeutet hat. Berücksichtigt man die Planungsgrundlagen aus der Mandatszeit, die Israel nie außer Kraft gesetzt hat und zumeist als Argument gegen palästinensische Bauanträge benutzt, so unterliegt das Gebiet dem Plan RJ/5 von 1942, nachdem das Land für landwirtschaftliche Nutzung festgelegt wurde und strenge Vorschriften für Bauten erfordert, also Abstände, Dichte und anderes. Auch dagegen verstößt Ofra hundertprozentig – aber palästinensischen Familien, die in diesem Gebiet oder in Ost Jerusalem zum Beispiel gegen den Bau der Mauer auf ihrem Land geklagt haben, wurde dieser Plan sogar zum Verhängnis, indem die israelische Planungsbehörde ihnen mitteilte, dass ihre vor 60 oder 50 Jahren errichteten Häuser wegen des RJ dort gar nicht stehen dürften und vom Abriss bedroht sind.
Nach israelischem, ebenso internationalem Gesetzt müssten den Eigentumsänderungen offizielle Dokumente, Kaufverträge und die Namen der Ver- und der Käufer genannt sein und im Landkataster eingetragen sein – auch das existiert für Ofra nicht und nicht nur für Ofra. Plia Albrecht, israelische Anwältin ist sicher, dass 90% angeblicher Landkäufe in der West Bank auf keinen oder fiktiven Dokumenten beruhen.
Noch einmal: Ofra ist das illegale Flagschiff israelischer Rechtsbrüche und internationaler Abkommen, seien das Regelungen der Vierten Genfer Konvention, der UN Resolutionen oder der Hager Konvention, in der es in Artikel 46 heißt:
Würde und Rechte von Familien, das Leben von Personen und Privateigentum, ebenso wie religiöse Überzeugungen und Praxis müssen respektiert werden. Privateigentum darf nicht konfisziert werden“.
Während Israel seinen jüdischen Bürgern in Grundgesetz Menschenwürde und Freiheit garantiert und persönliches Eigentum nicht angetastet werden darf, scheint dies für die palästinensischen Bürger in Israel und in den besetzten Gebieten nicht zu gelten. Das sollen die Palästinensischen Vertreter in den Verhandlungen auch noch unterschreiben und die palästinensischen Bürger Israels durch die morgendliche Andacht vor der israelischen Fahne in den Schulen, die Anerkennung des rein jüdischen Charakters des Staates Israel und Verneinen der eigenen Geschichte und Identität für immer verinnerlichen.

(1) Polls by Mideast advocacy groups such as the Zionist Organization of America and J Street inevitably generate accusations of questions framed to produce predetermined results. The annual AJC survey is more widely, if not universally, accepted as a public opinion standard in Jewish life. Eight hundred “self-identifying” Jews were polled by telephone in this year’s survey, conducted by Synovate, formally known as Market Facts
(2) in: New York The Jewish Week September 30.09.09
(3) aus Stephen Lendman, 28.9.09: Israels Ofra Settlements on Unauthorized Palestinian Land siehe
http://sjlendman.blogspot.com/
(4) für mehr Info http://www.btselem.org/Download/200812_Ofra_eng.pdf
(5) Gush Emunim ist heute eine einflussreiche, extremistische ‘pressure group’, fundamentalistisch, radikal, militant, messianisch, terroristisch, undemokratisch – und von allen israelischen Regierungen unterstützt. Ihr Motto: "The Land of Israel, for the people of Israel, according to the Torah of Israel,"
(6) Zertal, Idith, Eldar, Akiva (2004): Lords oft he Land. The war over Israel’s Settlements in the Occupied Territories – 1967 – 2004. Nation Books. NY
(7) auf Basis der Militärverordnung No 418 von 1971

Montag, 17. August 2009

Weltkulturerbe: Spiel der mächtigen Lobbies?

Dresden - Jerusalem - Tel Aviv - Jericho - was bedeutet es schon , Weltkultur-Erbe zu sein?
Das UNESCO Programm ist nur ein Instrument - entscheidend sind Politik, Macht und Geld.

Dresden hat seinen Status als Weltkultur-Erbe verloren. Na und? Wen kümmerts? Nicht die Bundesregierung, deren aktuelle Chefin eine Ostdeutsche ist, noch die Dresdener Stadtverwaltung und nur kaum die Dresdener Bevölkerung. Eine Autobahnbrücke muss her, die Verträge mit den Baufirmen sind längst geschlossen, es gilt auch hier die Maxime schneller, weiter, profitabler. Und wen kümmert schon ein Stück Landschaft und Natur, die Welt ist reich davon und was zählt sind: Infrastruktur, Auto gerecht, der Wagen muss rollen, Waren müssen bewegt werden, schnell, ohne Wertverlust. Und selbst wenn man auf den Tourismus setzen wollte - wie könnte der sich entwickeln ohne dass die schicken Familienkutschen, Jeeps und Großraumwagen ihr Ziel schnell und elegant erreichen? Die Brücke ist ein MUSS! Der Weltkultur-Erbe-Status bringt außerdem nichts ein - ist nichts als ein hübsches, nutzloses 'Label' - oder?

(Foto: das ehemalige Maghrebviertel zerstört und in eine jüdische Festung aus Militärposten, Gittern und Kontrollpunkten für jüdische Gläubige verwandelt)

Die Altstadt von Jerusalem - Weltkulturerbe ohne internationalen Schutz?
Die Altstadt von Jerusalem wurde von der UNESCO neben tausenden anderen Orten zum Weltkulturerbe erhoben. Was hat das bisher eingebracht? Soll man zufrieden sein, dass immerhin noch alles steht: der Felsendom, die Al Aksa Moschee, die vielen kleinen Moscheen, die Hurva Synagoge, der Cardo, die Auferstehungskirche, die Gassen, die Via Dolorosa, die alten Häuser und Hosh's, die Hospize internationaler Kirchen, die Mauern und die Tore, also alles was die Fassade und die bekannten Denkmäler ausmachen?
Dagegen zu setzen ist, dass hunderte kleiner und großer Eingriffe der vom internationalen politischen Standpunkt ausgesehen widerrechtlich handelnden israelischen Stadtverwaltung schon seit Teddy Kollek nicht nur das äußere, sondern auch das innere soziale, kulturelle und ökonomische Gefüge dieser einmaligen, noch vollkommen erhaltenen historisch bedeutsamen Gesamtstadt drastisch verändert und wie sich das Theodoer Herzl in seinen Visionen zum jüdischen Staat bereits vorgestellt haben haben mochte.
Stationen des Zerstörungsprozesses:
- die Zerstörung des historischen Maghreb Viertels und Vertreibung seiner Bewohner kurz nach der militärischen Besetzung der Stadt 1967 für die Schaffung einer Freifläche vor der 'Klagemauer'; (siehe Foto)
- die Vertreibung der nicht jüdischen Bewohner des sogenannten jüdischen Viertels, bis auf zwei Bäckerfamilien und seiner vollständigen 'Judaisierung';
- die Zerstörung diverser Bauten, Geschäfte, Schulen, Institutionen im Bereich der 'entmilitarisierten Zone' rund um die Altstadt;
- die Entlassung und Vertreibung der palästinensischen Stadtverwaltung;
- die Übernahme des ökonomischen Sektors bei Schließung der arabischen Banken;
- die Enteignung palästinensischen Bodens und Eigentums, sowie
- die Unterstellung der palästinensischen Institutionen unter israelische Hoheit und Kontrolle.
Schließlich wurde ein besonderer Status für die palästinensische Bevölkerung der Ost-Stadt, inklusive der Altstadt, geschaffen, der sie nicht als besetzte Bevölkerung, auch nicht als israelische Bürger (die Knesset erklärt nach der Besetzung Jerusalem ebenfalls widerrechtlich nach internationalem Recht als 'Ewige Hauptstadt Israels'), sondern als Bewohner mit Aufenthaltsrecht bezeichnet, das in regelmäßigen Abständen durch diverse Dokumente über eine aktive Anwesenheit belegt und eingeklagt werden muss und inzwischen bereits Tausenden verweigert worden ist, zum Beispiel weil ihr Arbeitsplatz in Ramallah ist, weil der Ehepartner nicht aus Jerusalem, sondern vielleicht aus Jericho ist, wenn im Bethlehemer Kinderkrankenhaus zur Welt gebracht, nicht als Jerusalemer anerkannt wie die Mutter etc...., Die Liste der ausgedachten Gründe ist enorm und man muss glauben, dass Israel eine Armee von Agenten hat, die sich solche Gemeinheiten bis ins kleinste Detail des palästinensischen Lebens ausdenken..
Das Programm der systematischen Zerstörung der palästinensichen Anwesenheit und seiner Geschichte geht weiter
Nach diesen 'Faits Accomplis' kurz nach der Besetzung begann ein systematisches Programm der baulichen Veränderung im Rahmen diverser Master Pläne, mit
- dem Eindringen von Siedlergruppen in diverse Quartiere der Altstadt, zunächst im Sahra Viertel nahe des heiligen Bezirks, dann Khaldiyestraße, Bab al Silsiye, Al Ward usw. inzwischen überall in der Altstadt, überall sichtbar durch die weiss-blauen israelischen Fahnen;
- der vollständigen Umwandlung des Zugangs zur Klagemauer und zum jüdischen Viertel, umgeben von Zäunen, Posten und Militäranlagen bei gleichzeitiger Erschwerung der Zugänge zum heiligen islamischen Bezirk , dem Felsendom und der Al Aqsa Moschee;
- dem Beginn archäologischer Ausgrabungen am Rande der Al Aqsa, die ihren Bestand gefährden, und unterhalb des Haram Al Sharif durch einen Tunnel, der bis zur Via Dolorosa führt und den Alltag dieses christlichen Viertels durch bewaffnete Siedler und Polizei bedroht;
- der Verwandlung von Toren und der Mauernpromenade in vielfältige Polizei und Militärposten;
- der Planung eines sogenannten Grüngürtels und einer sogenannten 'Kulturmeile' rund um die Altstadt, geplant ist darin der Bau einer Seibahn zwischen dem jüdischen Montefiore Viertel auf der Weststadtseite und dem Berg Zion auf der Altstadtseite;
- dem Bau von Kolonien im näheren und weiteren Umkreis bei gleichzeitiger Verweigerung von Renovierungsarbeiten und Baulizenzen für die palästinensische Bevölkerung.
Seit der letzten Wahl forciert die aktuelle rassistische Regierung unter Netanyahu und Liebermann die 'Entarabisierung' und 'Judaisierung' Jerusalems und vor allem der Altstadt noch einmal mehr, Häuser ohne Lizenz werden brutal abgerissen, neue jüdische Viertel sollen an ihre Stelle treten, die Siedler bekommen freie Hand palästinensische Einwohner anzugreifen und zu vertreiben. Die aktuellen Pläne sollen zu einem Anteil von maximal 20% palästinensischer Bevölkerung in Gesamtjerusalem führen - die Altstadt ist der dichtest besiedelte Teil und umso mehr in Gefahr. Der zusätzliche ökonomische Druck kreiert besonders dort Armut und den Wunsch nach Flucht und Auswanderung, was Israels Pläne noch begünstigt....
Dem sozialen, kulturellen und ökonomischen Status der Stadt der drei Buchreligonen und seiner palästinensischen Identität droht die Zerstörung durch die Israelische Regierung
Die Folgen dieses durch kein internationales Gesetz gerechtfertigten Umbaus der Jerusalemer Altstadt in ein jüdisches 'Ghetto' sind immens: Demografie, Kultur, die gesamte palästinensische Gesellschaft sind extrem gefährdet - und wo ist der Protest der Völker, der Kirchen und jener Regierungen, die im Namen ihres Kulturverständnisses im Mittleren und Fernen Osten vorgeben für 'Demokratie', 'Gerechtigkeit' und 'Freiheit' zu sorgen? Die ISESCO und die Arabischen Staaten reklamieren die Gefährdung der Kultbauten - die Menschen scheinen nicht von geringem Interesse zu sein. Die UNESCO gibt sich gelähmt, weil Israel den Zugang offizieller Missionen zur Prüfung des Status verweigert - obwohl zum Begriff des Weltkulturerbes auch das soziale und kulturelle Gefüge gehört. Niemand hat den Mut, Israel zu sagen, was es ist:
Ein 'Monsterstaat', der sich auf Kosten des sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Lebens eines anderen Volkes immer mehr ausbreitet und dessen Kultur zerstört. Niemand ist bereit, dies zu verhindern, ja, Europe entschuldigt sich noch dass es überhaupt Kritik am Sieldungsausbau zu äussern gewagt hat?
Im Gegenteil man ist beteiligt:
- Waffen werden geliefert, die Waffenindustrien Amerikas, Deutschlands, Englands und Frankreichs profitieren;
- europäische Firmen beteiligen sich an diesem ungehemmten Zerstörungsprozess, bauen mit an einer 'Nur für Juden' geplanten Metro, die Jerusalem mit den Kolonien in der West Bank verbinden soll;
- man produziert mit in den Kolonien der West Bank und den 'joint venture' Zonen für maximalen Profit;
- man ist beteiligt an der Ausplünderung der Wasserressourcen.
Das Jordan-Tal, das wie die Jerusalemer Atstadt zum Weltkulturerbe erklärt werden müsste - eine einmalige Landschaft mit dem tiefsten Punkt der Erde, dem Toten Meer, der ältesten Stadt der Welt, Jericho, und einer einmaligen Geschichte von Propheten, die zur Kultur der europäischen Welt so entscheidend beigetragen haben - droht in den 'Fluten' jordanischer und israelischer durch die Weltbank geförderter Wirtschaftsprojekte unterzugehen: unter Energiestationen, Plantagenwirtschaft und Tourismusparks.
Statt dessen aber wird die sogenannte 'Weisse Stadt' Tel Avivs, die Bauhaus Bauten der Gründerzeit Israels, zum Weltkulturerbe erklärt - und unbeachtet bleibt die Tatsache, dass Jaffa nach 1948 in ein jüdisches Künstlerghetto verwandelt wurde - heute gar die 'Altstadt Tel Aivs' genannt wird - eine unglaubliche Umdeutung der Geschichte.
UNESCO, EUROPA UND DIE USA - Komplizen bei der ungehemmten Zerstörung Palästinas?

Donnerstag, 23. Juli 2009

Felicia Langer erhält das Bundesverdienstkreuz - die neozionistische Besatzer-Lobby lässt die Maske fallen

'Wenn man das alles als Persiflage liest, ist es hochgradig komisch'
(in Abwandlung eines Zitats in der Jungen Welt vom 18./19.709)
Pro Israel Lobby - gibt’s die?
Eine Kriminalserie – nicht der erste Fall: Felicia Langer
Die engagierte israelische Rechtsanwältin Felicia Langer erhielt in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz für ihr engagiertes Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte‘

Am 16.7.09 erhielt Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste, weil sie „in herausragender Weise für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte“ (aus der Begründung) eintritt. Es ist nicht die erste Würdigung Ihres Tuns. Die engagierte Rechtsanwältin, die Hoffnung für viele palästinensische politische Gefangene in Israel gewesen war und nach vielen Enttäuschungen über das staatliche Unrecht an den Palästinensern schließlich trotz der bitteren Erfahrungen ihrer Familie - ihr Mann durchlitt und überlebte 5 Konzentrationslager - mit ihrem Mann nach Deutschland auswanderte. So erhielt sie zum Beispiel 1990 bereits einen alternativen Friedensnobelpreis, 1991 ehrte sie die Bruno Kreisky Stiftung mit ihrem Preis und anlässlich des 50-jährigen Bestehens Israel wurde sie von der Zeitschrift JOU als eine der 50 bedeutendsten Frauen für die israelische Gesellschaft gewählt. Sie ist Ehrenbürgerin der Stadt Nazareth und 2005 wurde ihr der Erich Mühsam Preis verliehen.
Hier in Deutschland hat sie ihr Engagement fortgesetzt, Vorträge gehalten, viele Bücher geschrieben und mahnt besonders die deutsche Gesellschaft, aus dem Holocaust und auch aus Verantwortung gegenüber den Opfern der faschistischen Vergangenheit Konsequenzen zu ziehen und nicht erneutes Unrecht in Israel/Palästina zuzulassen oder gar mit Waffen und Geld zu unterstützen.
Kaum ist die Verleihung öffentlich, hagelt es Briefe der Empörung über diesen Akt beim Bundespräsidenten Köhler, beim Ministerpräsidenten Öttinger in Baden Württemberg, bei dem überbringenden Staatssekretär Wicker und beim Oberbürgermeister Palmer der Stadt Tübingen und andere jüdische Würdenträger wie Ralph Giordano wollen verärgert ihr Kreuz zurückgeben. Die Proteste kommen gar aus „Israel“ – ja die Kunde von einer angeblich unglaublichen Entgleisung des deutschen Staates geht bis in die USA. Es geht deftig zu: der deutsche Staat wird als Nachfolgestaat des 3. Reiches beschimpft und seine geistige Nähe zum Faschismus nahegelegt. Hasstiraden finden sich auf Webseiten und in Briefen über diese Frau, die Norman Finkelstein (USA) als ‚a wonderful human being‘ bezeichnet. Wer sind diese aufgeregten Bürger? Du und ich? Felicia Langer ist so bekannt?

Ein kurzer Überblick über die verschiedenen Akte eines wundersamen Krimi:

1. Akt: ‚Vorbereitung‘

Am 16.7. wird die Verleihung auf der Homepage der Staatskanzlei veröffentlicht.
http://baden-wuerttemberg.de/de/meldungen/212258.html

17.7 1.00 h Sonderseite auf der Webseite ‚Palaestina-Portal‘ zur Würdigung Felicia
Langers
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/index.html
2.00 h Lizas Welt, Axel Feuerherdt schmäht die „Bundesverdienstjüdin" und spricht von ‚Bundesverdienstkaugummis‘ http://www.lizaswelt.net/2009/07/verdienstjudin.html
2.10 h Honestly Concerned, veröffentlicht den Axel Feuerherd Artikel ausLizaz Welt‘,
2.30 h Honestly Concerned verlinkt den Artikel aus der Staatskanzlei und aus dem palaestina portal (Honestly Concerned in einer Mailingliste , online nicht zu lesen - nur in der versandten Mailingliste)
7.40 h
Achse des Guten, Henryk M. Broder verlinkt den Artikel in Lizas Welt http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/liza_bundesverdienstjuedin/
kurze Zeit später: die juedische.at (Samuel Laster) verlinkt den Artikel in Lizas Welt www.juedische.at
15.45 Honestly Concerned beginnt Sonderaktion innerhalb der eigenen, internen Mailingliste (Siehe Anlage 1) (meist sind die Mailinglisten nur teilweise online zu lesen - deswegen in der Anlage die versandte Liste) "Die Welt in der wir leben..., EIN SCHLECHTER SCHERZ: FELICIA LANGER - "Bundesverdienstjüdin" 1. Grades", man ruft indirekt auf zu Protestschreiben über eine angegebene Kontaktliste folgender Personen : 1.Bundespräsidialamt, 2. Ministerpräsident Baden Württemberg Günther H. Oettinger MdL Staatsministerium Baden-Württemberg. 3. Staatssekretär Hubert Wicker und Chef der Staatskanzlei, 4. ,Oberbürgermeister Boris Palmer Universitätsstadt Tübingen, mit Mailadressen, Postadressen und Telefonkontakten
http://groups.yahoo.com/group/Honestly-Concerned-Mailingliste/message/2679
21.50 h (Ortszeit 22.50) Jerusalem Post, Benjamin Weinthal (Jerusalem Post Korrespondent in Berlin) schreibt: „Germany honors Israeli ‚Israel hater’“ (am 19.7. und 22.7. updated)
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1246443840063&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
22.28 h Achse des Guten, Henryk M Broder veröffentlicht den Artikel des sog. ‚Gastautor‘ Benjamin Weinthal
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/benjamin_weinthal_germany_honors_israeli_israel_hater/

18.7. 12.09 h Honestly Concerned, ‚2. Sondermailingliste‘ zu ‚Felicia Langer „Bundesverdienstjüdin 1. Grades“ „Neue Informationen zu der skandalösen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.. Stellungnahme von Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden: „Die Auszeichnung von Frau Langer kann ich nicht einfach nachvollziehen…Damit wird eine aggressive Hetze gegen den jüdischen Staat nun auf einmal von Staats wegen in Deutschland prämiiert - ist das wirklich beabsichtigt ? … Wird damit nun etwa eine neue Mode eingeleitet: Wer, am besten noch als Jude, Israel am lautesten beschimpft, bekommt als erster das Bundesverdienst-Kreuz?..“ Dazu eine „exklusive Zusammenstellung von Langer Zitaten zum Thema Israel und mehr…“: Teil 1. Empörte israelische Reaktion auf Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer und weitere Artikel, Teil 2. Exklusive Zusammenstellung von Langer Zitaten zum Thema Israel und mehr…, Teil 3 Verlangen auch Sie die Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer“, darunter die bereits bekannten Kontaktadressen siehe oben Teil 4 Sonstiges… darunter andere Hetzartikel von der Achse des Guten und andere
(Siehe Anlage 2) (meist sind die Mailinglisten nur teilweise online zu lesen - deswegen in der Anlage die versandte Liste.

10.47 h Castollux, - 10:47 Bernd Dahlenburg, ein "Redakteur" von Honestly Concerned - bezieht sich auf die Mailingliste von Honestly Concerned: Drei, die sich mögen: IRIB, Felicia Langer und das BVK 1 und endet ..Nun bekommt Frau Langer plötzlich das Bundesverdienstkreuz - das ist ein fatales Signal, mit dem die völlig einseitige Hetze gegen Israel belohnt und legitimiert wird. [...] Wird damit nun etwa eine neue Mode eingeleitet: Wer, am besten noch als Jude, Israel am lautesten beschimpft, bekommt als erster das Bundesverdienstkreuz?
http://castollux.blogspot.com/2009/07/drei-die-sich-mogen-irib-felicia-langer.html

10.58 h Castollux, Bernd Dahlenburg, erneut zu Felicia Langer mit vielen Zitaten aus ihren Beiträgen; schließlich zu einem Zitat von Felicia Langer: »Wie kannst du in Deutschland leben?« fragt man mich, und ich beantworte diese Frage mit der Aussage von Rosa Luxemburg: »Ich fühle mich überall zu Hause, wo es Wolken, Vögel und Menschentränen gibt.«...Ächz...! Ist Ihnen etwas aufgefallen? Kein einziges Mal kommt das Wort Freiheit vor, dafür jede Menge Frieden. Man merkt halt', dass sie immer noch Kommunistin ist.“
http://castollux.blogspot.com/2009/07/felicias-schatzkastchen.html

und noch: die jüdische.at: Samuel Laster, veröffentlicht den Weinthal Artikel aus der Jerusalem Post
n-tv, Ulrich W. Sahm, n-tv Journalist aus Israel und ständiger Mitschreiber bei Honestly Concerned, "Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer, 79, hat in Israel Empörung ausgelöst." und bezieht sich auf den Weinthal Artikel in der Jerusalem Post und zitiert dazu ‚Zeitzeugen‘ aus Israel, z.B. : ‚Für Renny aus Israel sind Langers Ansichten „schlimmer als die des Ahmadinidschad“, weil sie Jüdin sei;‘ Nehama Purta aus Israel erinnert an die Zeit, als Anwältin Langer vor Gericht die schlimmsten palästinensischen Terroristen vertreten habe…‘; Ein Witzbold warnt die Hamas und den Iran. Die sollten sich nicht irre führen lassen. Langers Hass sei nur eine Tarnung. In Wirklichkeit arbeite sie für den MossadEmpörte Reaktionen : Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer - n-tv.de und http://www.n-tv.de/politik/dossier/Bundesverdienstkreuz-fuer-Felicia-Langer-article417316.html

19.7. Politically Incorrect, „Bundesverdienstkreuz für Vorzeige (anti)Jüdin“, und der Artikel
endet: „Für das offizielle Deutschland ist offenbar nur eine anti-israelische Jüdin eine gute Jüdin..“ und fordert auf an den Bundespräsidenten Protestschreiben zu senden
http://www.pi-news.net/2009/07/bundesverdienstkreuz-fuer-vorzeige-anti-juedin/

Honestly Concerned stellt alle bisherigen Artikel neu zusammen, es kommen vor: Achse des Guten, Honestly Concerned, Lizas Welt, Ulrich Sahm, und man zeigt wie man einen empörten Leserbrief schreiben könnte, wie z.B. die ‚besorgte Bürgerin’ Andrea Lauser, wie folgt:
1. To
: poststelle@bpra.bund.de ; poststelle@stm.bwl.de ; hubert.wicker@stm.bwl.de ; ob@tuebingen.de ; mail@boris-palmer.de Sent: Saturday, July 18, 2009 5:38 PMSubject: Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Öttinger, sehr geehrter Herr Staatssekretär Wicker, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Palmer, sehr geehrte Damen und Herren,
mit Erstaunen habe ich gehört, dass Frau Felicia Langer kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde.
Laut der Broschüre "Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland" wird der Verdienstorden "verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt".
Nun frage ich mich natürlich: Was hat Felicia Langer getan, um zum Wiederaufbau des Vaterlandes bzw. zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beizutragen?.....
Außerdem auf dieser Seite:

ULRICH W. SAHM(auch häufiger Gast und Mitarbeiter bei Honestly Concerned) „Israeli gibt aus Protest Bundesverdienstkreuz zurück. Jerusalem, 19. Juli 2009 - „Mit Schmerz habe ich die Nachricht von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer gehört. Das ist eine Schande für die Bundesrepublik.“ Der 74 Jahre alte israelische Reiseführer Motke Shomrat will sich in den nächsten Tagen zur deutschen Botschaft in Tel Aviv begeben und aus Protest sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben. mehr >>>>Hier der Originalbrief des Motke Shomrat an einen deutschen Bekannten. „Mit Schande fuer die Bundesrepublik und schmerz habe ich Deine Nachricht und Artikel bekommen und gelesen .Es ist unbegreifbar das die B.R.D. sich von ihre Nazi Vergangenheit befreien will , und gleichzeitig auszeichnet eine Juedin die den Heutigen neuen Hitler, der zur Vernichtung den Staat Israel ruft , stuetzt , und das NUR weil eine Juedin "Wagt" zu sagen was Noch , oder Wieder viele Deutsche sich wuenschen , die Verschwindung den Staat Israel …..“ außerdem wieder Protestaufrufe unter Angabe von Kontaktadressen.
Honestly-Concerned-Mailingliste : Message: "INNENPOLITIK/ANTISEMITISMUS - DOPPELAUSGABE" - Danke an Roger für die Hilfe bei der Zusammenstellung dieser Mail...

Die jüdische.at: „Deidre Berger gibt ihr Bundesverdienstkreuz zurück.
Die Direktorin der Vertretung des American Jewish Committee in Berlin bekennt endlich Farbe, zumindest dem Vernehmen nach. Wie aus dem Umfeld der jüdischen US-Organisation verlautet, soll Deidre Berger vom American Jewish Committee "Überlegungen im fortgeschrittenen Stadium" angestellt haben, ihr Bundesverdienstkreuz zurückzugeben. Diesen erhielt Frau Berger vom Innenminister der Bundesrepublik Schäuble im Frühjahr 2008.Anlaß für die fortgeschrittenen Überlegungen der Deidre Berger ist die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1.Klasse an "Israelkritikerin" Felicia Langer.“
Und weitere Präsentation aller bisherigen Artikel wie in Lizas Welt, Jerusalem Post, sanfranciso sentinel und eigene zum Thema.
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=9&Param_Red=11934
Achse des Guten, Henryk M. Broder: „Deidre Berger – bald ohne Kreuz? Und Die Welt ist schlecht, Frau Langer ist gut
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/deidre_berger_ajc_bald_ohne_kreuz/ http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_welt_ist_schlecht_frau_langer_ist_gut/
Die juedische.at, verlinkt noch einmal sämtliche bisher erschienenen
Artikel bei Honestly Concerned, Achse des Guten, und eigene:
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=9&Param_Red=11934
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=33&Param_RB=45&Param_Red=11930
http://www.sanfranciscosentinel.com/?p=35331
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=9&Param_Red=11933
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1246443840063&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
http://www.lizaswelt.net/2009/07/verdienstjudin.html
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=50&Param_RB=62&Param_Red=11663

Honestly Concerned, verlinkt ebenfalls
http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR23409&Category=pr&Subcategory=16
Norman Finkelstein lobt die Preisträgerin: A wonderful human being
http://www.normanfinkelstein.com/a-surprising-award-from-politically-correct-germany-to-a-wonderful-human-being/
Lizas Welt - Axel Feuerherdt auch "Linus Zavelberg" in Reaktion auf eine drohende Strafanzeige zu seinem letzten Artikel: „…..Ich geb’s zu: Das habe ich als Nichtjurist nicht gewusst. Ich müsste mich also korrigieren und präzisieren: „Zur Kompensation dieser fehlenden Relevanz wird Felicia Langer im (Dritten) Deutschen Reich – das den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist, sondern fortexistiert und als Staat identisch mit dem Staat Bundesrepublik Deutschland ist – mit Orden und Ehrenzeichen überhäuft.“ http://www.lizaswelt.net/2009/07/fiat-iustitia-et-pereat-mundus.html


2. Akt: Der erste Akt zeigt Wirkung, auch ‚international

19.7. Ha Galil, „Israeli gibt aus Protest Bundesverdientskreuz zurück „Mit Schmerz habe ich die Nachricht von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer gehört. Das ist eine Schande für die Bundesrepublik.“ Der 74 Jahre alte israelische Reiseführer Motke Shomrat will sich in den nächsten Tagen zur deutschen Botschaft in Tel Aviv begeben und aus Protest sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben… „ Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. Juli 2009 http://www.hagalil.com/archiv/2009/07/19/bundesverdienstkreuz/

Henryk M.Broder und die juedische.at verlinken den Artikel aus Lizas Welt

20.7. Ha Galil, „Der Kölner Schriftsteller Ralph Giordano protestiert „aufs Schärfste“ gegen
die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die in Tübingen lebende israelische Anwältin und „Menschenrechtsaktivisten“ Felicia Langer. Ein ebenso geehrter israelischer Reiseführer, Motke Schomrat, hat angekündigt, dass er mit Pressebegleitung demonstrativ sein Bundesverdienstkreuz bei der deutschen Botschaft in Tel Aviv zurückgeben wolle… Von
Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 20. Juli 2009
Per Fax schrieb Giordano an einige Bekannte, dass die Ehrung Langers ihn in „einen schweren Konflikt“ stürze. „Niemand hat in den letzten 25 Jahren mit einer an Blindheit grenzenden Einseitigkeit Israel mehr geschadet, als diese angebliche Menschenrechtsanwältin; niemand ist jener verbreiteten Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, so weit entgegengekommen, wie sie; niemand hat die ,,Pathologie der Umarmung” - ,,Hie die bösen Israeli - da die guten Palästinenser” - so konsequent durchgehalten wie diese schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland“, schreibt Giordano.“ http://www.hagalil.com/archiv/2009/07/20/bundesverdienstkreuz/

Compass, Infodienst für christliche jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im web, No. 1057 „Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer löst Empörung aus, .. Von Ulrich W. Sahm Langer, 1990 nach Deutschland ausgewandert, zähle zu den "giftigsten Kritikern Israels", heißt es in einem Bericht der Jerusalem Post...
Israeli gibt aus Protest Bundesverdienstkreuz zurück
Von
Ulrich W. Sahm "Mit Schmerz habe ich die Nachricht von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer gehört. Das ist eine Schande für die Bundesrepublik". Der 74 Jahre alte israelische Reiseführer Motke Shomrat will sich in den nächsten Tagen zur deutschen Botschaft in Tel Aviv begeben und aus Protest sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben... “ http://www.compass-infodienst.de/und_die_Welt.7041.0.html

Märkische Allgemeine: „Ulrich Sahm zur Empörung in Israel über ein deutsches Bundesverdienstkreuz „Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer (79) hat in Israel Empörung ausgelöst. Langer, 1990 nach Deutschland ausgewandert, zähle zu den ‚giftigsten Kritikern Israels‘ heißt es in einem Bericht der Jerusalem Post….““ http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11562120/492531/Ulrich-Sahm-zur-Empoerung-in-Israel-ueber-ein.html

Honestly Concerned, verlinkt „Nahostkonflikt, Ulrich W. Sahm: „Israeli gibt aus Protest Bundesverdienstkreuz zurück…“
„EXKLUSIV: Stellungnahme von Dr. phil.hc.
Ralph Giordano zur Verleihung des Bundesverdientkreuzes an Felicia Langer….“
Die eigenen Artikel werden nun PressemitteilungenPressemitteilung Juli 17, 2009 -
Fortsetzung: FELICIA LANGER - "Bundesverdienstjüdin" 1. Grades Neue Informationen zu dieser skandalösen Bundesverdienstkreuzverleihung; Stellungnahme von Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden; exklusive Zitatezusammenstellung und mehr...
Pressemitteilungen Juli 17, 2009 -
Fortsetzung: FELICIA LANGER - "Bundesverdienstjüdin" 1. Grades Neue Informationen zu dieser skandalösen Bundesverdienstkreuzverleihung; Stellungnahme von Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden; exklusive Zitatezusammenstellung und mehr...
Pressemitteilungen Juli 17, 2009 -
FELICIA LANGER - "Bundesverdienstjüdin" 1. Grades Die bittere Realität der Welt in der wir leben...

Die juedische.at verlinkt folgende Artikel
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Nahost-Israel-Felicia-Langer;art15890,2852470
http://jta.org/news/article/2009/07/20/1006634/germany-honors-critic-of-israel
http://www.focus.de/politik/ausland/bundesverdienstkreuz-giordano-attackiert-anwaeltin_aid_418362.html

focus onlineGiordano attackiert Anwältin. Niemand hat in den letzten 25 Jahren mit einer an Blindheit grenzenden Einseitigkeit Israel mehr geschadet als diese angebliche Menschenrechtsanwältin“, … cb/dpa
http://www.focus.de/politik/ausland/bundesverdienstkreuz-giordano-attackiert-anwaeltin_aid_418362.html

Der Tagesspiegel. „Malte LehmingDrei Frauen für ein Halleluja, Malte Lehming über Isralels Siedlungen, Felicia Langer und das Gefühl für Proportionen…„… Für Felicia Langer ist die Welt schwarz und weiss…. „Was, sie lebt noch?“, zeigen sich die Älteren überrascht. „Wer ist das?“, fragen die Jungen. Charles A. Landsmann““
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Nahost-Israel-Felicia-Langer;art15890,2852470

Henryk M Broder verlinkt Artikel

Politically Incorrect veröffentlicht Leserbrief eines Herrn Zahal, „Nach der skandalösen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die antiisraelische Kommunistin Felicia Langer (Foto) baten zahlreiche Kommentatoren PI-Leser Zahal um einen offenen Brief an Bundespräsident Horst Köhler. Diesen stellt er unseren Lesern hier zu Verfügung …. Das Pendant zum Vorschlagsrecht auf Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist die Anregung auf Aberkennung des bereits verliehenen Bundesverdienstkreuzes, wenn sich herausstellt oder ernsthafte Zweifel angebracht sind, dass die auszuzeichnende Person nicht diese Grundvoraussetzungen erfüllt. Hiermit möchte ich von dieser Anregung öffentlich Gebrauch machen….
http://www.pi-news.net/2009/07/offener-brief-an-bundespraesident-horst-koehler/

Die Freie Welt, „Daniel Leon Schikora, „Hetze gegen Israel ist in Deutschland staatsoffiziell …Langer, die eine einseitige Verurteilung der Sicherheitspolitiken israelischer Regierungen mit einer Anpreisung islamistischer Mörderbanden, wie Hamas und Hisbollah, als Gesprächspartner des diffamierten israelischen Staates verbindet, mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse beleuchtet schlaglichtartig, wie wenig der deutsche Staat sich im Konfliktfall an regierungsoffizielle Bekenntnisse einer besonderen Verantwortung Deutschlands für Israel gebunden sieht….“ http://www.freiewelt.net/blog-573/hetze-gegen-israel-ist-in-deutschland-staatsoffiziell.html

Honestly Concerned Thema des Tages – Verleihung des Bundesvesrdienstkreuzes an Felicia Langer – EXLUSIV: Stellungnahme von Dr. phil.hc. Ralp Giordano zur Verleihung des… ‚Ich protestiere auf das schärfste gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer..“
Dazu werden verlinkt alle bisher erschienenen Artikel etwa von
Sahm, Achse des Guten etc…
Siehe über mailingliste bei
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_felicia_langer.htm

21.7. San Francisco Sentinel.com veröffentlicht Weinthal Artikel

JTA The Global News Service for the Jewish People, “BERLIN (JTA) -- The American Jewish Committee is urging Germany to reconsider bestowing an honor on a harsh critic of Israel. In a letter sent Monday to President Horst Koehler, the AJC urged him to reconsider the award to attorney Felicia Langer, whose “attacks are not based upon criticism of actual Israeli policies, but upon her demonization of Israel…."
http://jta.org/news/article/2009/07/20/1006634/germany-honors-critic-of-israel


bild.deGiordano droht mit Rückgabe seines Verdienstkreuzes“
Dienstag, 21. Juli 2009, 17:00 Uhr …. Angesichts des konkreten Falles sehe ich mich zu etwas gezwungen, was mir nur schwer, sehr schwer aus der Feder geht - den Entschluss, meine Auszeichnungen für den Fall zurückzugeben, dass Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz nicht aberkannt wird.» Giordano bezeichnete die in Tübingen lebende Langer als eine «Feindin Israels».

Die Welt „Bundesverdienstkreuz Kritik an Orden für Israel-Kritikerin Langer. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die umstrittene Israel-Kritikerin Felicia Langer stößt auf Kritik. „Das ist ein Schock", kritisierte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann…. „
http://www.welt.de/politik/article4169823/Kritik-an-Orden-fuer-Israel-Kritikerin-Langer.html

spiegel online.de „BUNDESVERDIENSTKREUZ Ehrung für Israel-Kritikerin stürzt Köhler in Erklärungsnot Von Veit Medick Umstrittene Entscheidung im Schloss Bellevue: Bundespräsident Köhler hat einer Tübinger Anwältin das Bundesverdienstkreuz verliehen, die seit Jahren gegen Israel wettert. Der Zentralrat der Juden ist entsetzt - und erste Träger des Kreuzes drohen bereits mit Rückgabe ihrer eigenen Auszeichnung….“ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637343,00.html.

Die juedische.at verlinkt diverse Artikel
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Nahost-Israel-Felicia-Langer;art15890,2852470
http://jta.org/news/article/2009/07/20/1006634/germany-honors-critic-of-israel
http://www.focus.de/politik/ausland/bundesverdienstkreuz-giordano-attackiert-anwaeltin_aid_418362.html
diese wiederum werden bei
Achse des Guten usw. ‚verarbeitet’……

Achse des Guten, „Gastautor Axel Brenner, „Gebt das Kreuz zurück“ „Lieber Henryk, Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1.Kl. (BVK I) an die notorische Alt-Stalinistin und „Friedensaktivistin“ Felicia Langer hat mich entsetzt, beleidigt und entmutigt…Deiner Anregung, mein BVK abzugeben, kann ich schon deshalb nicht nachkommen, weil ich nicht im Besitze eines solchen bin. Ich unterstütze aber voll und ganz Deinen Vorschlag, dass bekannte jüdische BVK-Träger aus Protest gegen die Auszeichnung von Felicia L. ihre BVK’s zurückgeben sollen“
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alexander_brenner_gebt/

Achse des Guten, „Gastautor Claudio Casula „..Jedem sein Kreuz, … Zurzeit tobt ein Streit über die gewiss befremdliche Entscheidung, Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. Andererseits muss man auch mal das Positive sehen: Von Stund an darf sich jeder Bundesbürger Hoffnungen machen, eines Tages auch mal das Steckkreuz an die linke Brust geheftet zu bekommen…Jeder Deutsche wird sich ein Steckkreuz an die Joggingjacke machen können, der Orden wird der große Gleichmacher sein, denn alle Menschen sind ausgezeichnet. Und das wird das Verdienst von Felicia Langer sein, einer einfachen Ordenslästerschwester aus Tübingen.“ http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/jedem_sein_kreuz/

Die juedische.at verlinkt wieder
Giordano droht mit Rückgabe seiner Verdienstkreuze - Stuttgart - Stuttgart - Bild.de
http://www.spiegel.de/media/0,4906,21247,00.pdf
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637343,00.html
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/alexander_brenner_gebt/

Professor Arno Lustiger, Brief an das Bundespräsidialamt …. „Schweren Herzens habe ich mich entschlossen meine Auszeichnung für den Fall zurückzugeben, dass das BVK dieser Person nicht aberkannt wird…“ in:
http://groups.yahoo.com/group/Honestly-Concerned-Mailingliste/message/2684 siehe unten Sonderausgabe EXKLUSIV

22.7. Jerusalem Post in Fortsetzung des Weinthal Artikels mit empörten Stimmen aus den USA, z.B. „where is the Mossad when you need them? I think it's time Israel starts treating it's own traitors like they treat wanted terrorists. I'm tired of self hating Jews going around and endangering the lives of their brothers and sisters. It's time we start showing these traitors that there will be harsh consequenses for their insanity. “
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1246443873531&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

Honestly Concerned, „Sonderausgabe EXKLUSIV Ralph Giordano, Arno Lustiger, das AJC und andere schreiben an den Bundespräsidenten..Fehler können jedem passieren - Wahre Größe erkennt man daran, wie jemand mit mit einem Fehler umgeht. Im Fall von Felicia Langer gibt es nur eine richtige Entscheidung und damit sollte nicht gezögert werden:
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, machen Sie die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer rückgängig!
http://groups.yahoo.com/group/Honestly-Concerned-Mailingliste/message/2684 Online nicht vollständig wiedergegeben. Deswegen in der Anlage 4 vollständig. Siehe
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/honestly_concerned_felicia_langer.htm


Glauben Sie nach diesen zwei Akten noch an die unschuldigen, besorgten Bürger die protestieren? Glauben Sie, dass es hier um wirkliche Sorgen über den aufkeimenden Rechtsextremismus und Antisemitismus geht?

Wundert es sie noch, dass ein Dr. Ludwig Watzal, ein anerkannter Schriftsteller, Journalist und Nahostkenner mit solchen Methoden unter Beteiligung der meisten hier auftretenden Akteure aus der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgedrängt werden soll? Dass ein Ruppert Neudeck sich immer wieder von Antideutschen und anderen angefeindet sieht und ebenso viele andere….?

Hier ist eine Gruppe von bekannten ‚Krimiautoren‘ beisammen, die nur aufmucken, wenn es um die berechtigte Kritik an Israel wegen seiner vielen Menschenrechtsverletzungen, unrechtmäßiger Kriege und Bedrohungen der Sicherheit des ganzen Mittleren Ostens mit Atomwaffen und der andauernden Enteignung und Vertreibung eines ganzen Volkes geht. Israel ist ein Land, das auf dem Boden der Palästinenser gegründet wurde und dies nicht zugeben will und statt auf der Basis dieser Erkenntnis einen gerechten Frieden mit den Palästinensern zu schließen, die Palästinenser dämonisiert, ihnen weiterhin Land und Lebensgrundlagen entreißt und mit dem Bau der Kolonien gegen internationales Recht Fakten schafft, die Palästina von der Landkarte tilgen sollen und sich dies alles noch von Europa und den USA bezahlen lässt.

Wo sind diese Kräfte, wenn Nazis in Dortmund oder Berlin auf die Straße gehen, wo die Protestbriefe an Gerichte, die trotz aller Erkenntnis solche Auftritte ermöglichen, wo von ihnen Protestbriefe gegen Polizeipräsidenten, die diese Auftritte schützen lassen und statt sie zu verhindern auch noch die Gegendemonstranten immer wieder verhaften und niederknüppeln? Wo ist ihre Zivilcourage, wenn es gegen die neuen jungen immer Gewalt bereiteren Nazis auf der Straße geht?

Zu fragen bleibt, ob die verantwortlichen Politiker mitmachen, sich mit der Aberkennung einer Verleihung lächerlich machen wollen. Wir sind auf den Dritten Akt gespannt.

Es bleibt zu hoffen, dass man nicht glauben muss, dass deutsche Regierungspolitiker in der Hand pro israelischer Gruppen und abhängig sind von neudeutschen, neuzionistischen ‚AIPACS‘ wie in den USA und die in diesen Kreisen vorhandene Islamophobie und Kriegshetze gegen Iran und andere Länder mittragen werden.
(Aus einem offenene Brief an den Bundespräsidenten Horst Köhler)

Sonntag, 31. Mai 2009

‚Außenposten‘ (outposts)? 'Natürliches Wachstum'? Israel denkt nicht im Ernst an Siedlungsstop


Israel täuscht und manipuliert die internationale Gemeinschaft bezüglich der Expansion von Siedlungen
Die illegale Kolonisierung durch Fakten schaffen und Diebstahl geht weiter – Obama und die Weltöffentlichkeit müssen den vollständigen Rückzug aus allen besetzten Gebieten einschließlich Ost Jerusalems verlangen und durchsetzen durch: Boykott, DeInvestition, Sanktion BDS!

Neues von ARIJ ‚Eye on Palestine‘, vom 26. Mai 2009:
Mitte Mai 2009 hat der Oberste Gerichtshof in Israel der Regierung die Anweisung gegeben, ihrer Verpflichtung nachzukommen, nämlich binnen 90 Tagen sechs israelische ‚Outposts‘ zu evakuieren, die auf Palästinensischem Boden in der Westbank errichtet worden sind. Diese Anweisung kam wie bestellt zum Besuch des Premier Ministers Benyamin Netanyahu in die USA, wo der Friedensprozess im Nahen Osten mit dem neu gewählten Präsidenten der USA, Barack Obama Thema war, während die Expansion Israelischer Siedlungen ganz öffentlich in vielen Regionen der besetzten West Bank weiter geführt wurde.
Laut Oslo 1995 ist aber jede Fortführung der Kolonisierung verboten! siehe Text)
Article XXXI of the 1995 Oslo agreement Israel is forbidden from building or planning to any project or settlements or any colonial expansion or any plan that lead to change the status of the West Bank and Gaza Strip. The article provides “Neither side shall initiate or take any step that will change the status of the West Bank and the Gaza Strip pending the outcome of the permanent status negotiations”.

Der Evakuierungsplan sollte in sechs verschiedenen Gebieten stattfinden, wo rechtsextremistische Siedler das Land besetzt halten und die Politik des ‚lauf los und klau Land‘ der Regierung fortsetzen und damit auch jede Hoffnung auf einen gerechten Frieden untergraben. Die sechs genannten Israelischen ‚Außenposten‘ liegen in fünf Gouvernements der West Bank (siehe Karte auf www.arij.org). Diese ‚Außenposten‘ haben schon seit 2004 eine Anordnung zur Räumung, aber die Israelische Regierung hat die Durchführung immer wieder verschoben, was den Siedlern schließlich inzwischen weitere 5 Jahre sicherte. (siehe folgende Übersicht)

Tabelle 1: Liste israelischer ‘Außenposten’ mit Evakuierungsanordnung seit 2004, erneuter Termin July-August 2009
1. Eli South/ApiryonHill /Haro'e, Gouvernement Ramallah ,Population 80
2. Ma'ale Rehavam, Gouvernement Bethlehem, Population 12
3. Mitzpe Lachish, Gouvernement Hebron, Population 50
4. Ramot Gilad, Gouvernement Qalqilya, Population 8
5. Yishar South, Gouvernement Nablus, Population nn
6. Asaf Hill/ T Junction, Gouvernement Ramallah, Population 56
Totale Population 206
(Quelle: ARIJ GIS Data Base - 2009)

Nur kurze Zeit nach dem 20. Mai wies der Verteidigungsminister Ehud Barak die ‚Grenzpolizei‘ an, den ‚Außenposten‘ Mo’az Ester am Rande Ramallahs zu zerstören. Dieser ‚Außenposten‘ bestand aus nur 3 Wohnwagen, und es ist bereits das zweite Mal, dass er evakuiert werden sollte, was deutlich zeigt, dass der Staat Israel nicht konsequent die Evakuierung betreibt und Gesetze und Anweisungen für die ‚Außenposten‘ nicht ernst nimmt. Im Gegenteil, Die israelische Zivilverwaltung, das Wohnungs- und Bauministerium und die israelische Stadtverwaltung für Jerusalem kündigten weitere Bauvorhaben an, um die Kolonien auszuweiten und den Bau weiterer ‚Außenposten‘ in vielen Regionen der West Bank noch zu erleichtern. (siehe Übersicht 2)
Tabelle 2: Israelische geplante Wohneinheiten (WE) in der West Bank und Ost Jerusalem (nach PEACENOW )
1. Oranit 400 WE nach Detailplan (etwa Bebauungsplan Anm.d.Ü.) im Genehmigungsverfahren
2. Alfei Menashe 1.058 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 1.000 WE nach Masterplan (etwa Flächennutzungsplan, Anm. d. Ü.) in Vorbereitung, 100 WE bereits gebaut
3. Elkana 380 WE nach Detailpan in Vorbereitung
4. Efrat 1.301 WE nach Detailplan genehmigt, 2.500 WE nach Masterplan in Vorbreitung, 78 WE bereits gebaut
5. Ariel 797 WE nach Detailplan genehmigt, 3.200 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 8.000 WE nach Masterplan in Vorbereitung, 486 WE bereits gebaut
6. Betar Illit 4.723 WE nach Detailplan genehmigt, 452 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 2.742 WE bereits gebaut
7. Geva' Benyamin (Adam) 388 WE nach Detailplan genehmigt, 1.500 WE nach Detailplan in Vorbereitung 1.380 WE nach Masterplan in Vorbereitung, 388 WE bereits gebaut
8. Giv'at Ze'ev 265 WE nach Detailplan genehmigt, 654 WE nach Detailplan in Vorbreitung, 4.000 WE bereits gebaut
9. Gush Etzion – New 3.500 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 13.500 WE nach Masterplan in Vorbereitung
10. East Jerusalem 3.922 WE nach Detailplan genehmigt, 1.800WE nach Detailplan in Vorbereitung, 3.166 WE bereits gebaut
11. Magen Dan 146 WE nach Detailplan in Vorbereitung
12. Mattityahu 1.200 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 80 WE bereits gebaut
13. Ma'aale Adumim 1.708 WE nach Detailplan genehmigt, 5.700 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 4.000 WE nach Masterplan in Vorbereitung, 1.564 WE bereits gebaut
14. Immanuel 1.459 WE nach Detailplan genehmigt, 100 WE bereits gebaut
15. Kiryat Arba' 156 WE nach Detailplan genehmigt, 500 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 2.000 WE nach Masterplan in Vorbereitung
16. Karnei Shomron 341 WE nach Detailplan genehmigt, 1.276 WE nach Detailplan in Vorbereitung, 150 WE bereits gebaut
17. Sha'are Tekva nn
18. Revava - New 96 WE nach Detailplan genehmigt, 96 WE bereits gebaut.
Insgesamt haben bereits 15.156 neue Wohneinheiten eine Baugenehmigung ; 21.766 WE befinden sich in der Vorbereitung zur Genehmigung ('Bebauungsplan'); 35.380 WE befinden sich in der Vorbereitung zur Genehmigung im Masterplan ('Flächennutzungsplan'); 8.950 WE wurden
bereits gebaut!
Quelle: PEACENOW (March 1, 2009)
Hinzu kommt, dass die israelische Regierung auf ihrer Webseite (http://www.govmap.gov.il/) den Plan von weiteren bereits genehmigten 15.000 Wohneinheiten ankündigt, die zu bestehenden Siedlungen hinzugefügt werden sollen und 58.00 WE, die noch auf ihre Genehmigung warten. (siehe Tabelle 2) Dies alles bestätigt nur, dass die o.g. Anordnung zur Räumung der sechs Außenposten nur der Unterhaltung des politischen Umfeldes dient und um die neue US Verwaltung etwas zu amüsieren über die Israelische Kolonisierung und darüber, wie das Dilemma der Palästinenser ihre politische Agenda aufhellen könnte.

Der Besuch des Israelischen Premier Ministers in die USA
Der Israelische Premier Minister Benjamin Netanyahu sagte nach seinem Trip in die USA in Israel, dass er die Sache mit den israelischen ‚Außenposten‘ in der West Bank so behandeln wolle, dass er keinen Neubau mehr autorisieren würde, aber auch, dass es unfair sei dem 'natürlichen Wachstum' der Siedlerbevölkerung nicht zu entsprechen. Das aber wird wiederum zum Bau neuer israelischer Siedlungen führen und erneut alle regionalen und internationalen Bemühungen zerstören, den Ausbau der Kolonien zu stoppen.
Netanyahu im Originaltext, sein Beitrag im Kabinett, nach Ha’aretz und AP (24. Mai 2009):
We do not intend to build any new settlements, but it wouldn't be fair to ban construction to meet the needs of natural growth or for there to be an outright construction ban”'.

Schlussfolgerung
Es ist Tatsache, dass Israel weiterhin seine Charade ‚Evakuierung der Außenposten‘ verfolgt wie bereits seit mehreren Jahren. Die Israelische Behauptung die Evakuierung zu versuchen begann nun schon vor sechs Jahren, aber immer wieder wird diese entweder hinausgeschoben bis die Sache vergessen ist oder – mit Einverständnis der Siedler – die Israelische Armee evakuiert sie morgens, aber erlaubt ihnen nachts wieder zurückzukehren und zwar an denselben Ort oder an einen anderen Ort um die Ecke.
Schließlich, am Ende des Tages ist die Story eine aktuelle Nachricht und Propaganda für Israel und dient zu nichts anderem als die internationale Gemeinschaft zu täuschen und an der Nase herum zu führen und sie glauben machen, dass Israel im Einklang mit den Friedensbemühungen handelt. Während die Fakten etwas anderes zeigen, die ‚Außenposten‘ werden nicht evakuiert und in Wahrheit noch vermehrt.
Seit Israel die West Bank eingeschlossen Ost Jerusalem und den Gazastreifen besetzt hält, haben sämtliche israelische Regierungen die Landraubpolitik forciert und haben fortgesetzt weitere Siedlungen und ‚Außenposten‘ auf Palästinensischem Boden errichtet. Bis heute bestehen 232 israelische ‚Außenposten‘ und 199 Kolonien in der West Bank, die 188 Quadratkilometer (Qkm) (3,3% der gesamten West Bank) besetzt halten. Darüber hinaus wurden 800 Qkm für die Siedlerstraßen konfisziert, die sog. ‚Bye pass roads‘. (Quelle Arij Data Base 2009)
Die Siedlungen, die Kolonien sind Kriegsverbrechen
Die Existenz der israelischen Siedlungen in der West Bank, in Ost Jerusalem und im Gazastreifen waren und sind illegal und stehen in Gegensatz zum internationalen Recht gemäß folgender UN Resolutionen:
United Nations Security Council Resolutions: 237 (1967), 271 (1969), 446 (1979), 452 (1979), and 465 (1980), neben anderen.
Im Mai 2001 stellte der Leiter der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes für Israel und die Besetzten Gebiete (ICRC), Rene Kosimik, fest, die ‚Siedlungen‘ seien als Kriegsverbrechen und schwerer Verstoß zu betrachten: 'equal in principle to war crimes' (Note:
'The transfer, the installation of population of the occupying power into the occupied territories is considered as an illegal move and qualified as a 'grave breach.' It's a grave breach, formally speaking, but grave breaches are equal in principle to war crimes', press conference 17 May 2001.)
(eigene Übersetzung vom englischen)


Boykott Israel

Donnerstag, 28. Mai 2009

Herzl und 'water boarding' - muss man Herzl, den Architekten Israels heute noch ernst nehmen?

Oder: ist Herzl noch aktuell?
Nein - ‚waterboarding‘, das kann man Theodor Herzl wirklich nicht anlasten – das haben moderne Folterknechte sich wohl von japanischen abgeschaut. Diese Folterknechte wurden nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch von den neuen Herren der Welt, den Amerikanern, mit dem Tode bestraft. Wie hält es die Obama-Regierung mit den Bush-Folterknechten? Warum schickt Obama Bush, Cheney, Rumsfeld u. a. nicht auf Staatskosten für eine Woche nach Guantanamo und lässt sie die Methoden wie ‚waterboarding‘ selber testen und dann die Frage beantworten, ob es ihnen gefallen hat und es immer noch nicht Folter genannt werden kann! Die über 9 Tausend politischen palästinensischen Gefangenen, darunter 300 Kinder, haben andere ebenso entsetzliche Erfahrungen mit israelischen Methoden, falsche ‚Geständnisse‘ aus ihnen zu pressen: Elektroschocks, Scheinerschießung. Scheinbeerdigung, Schlafentzug über Tage, Dauerbeleuchtung über Tage, Dauergeräusche über Tage, völlige Nacht und Desorientierung unter schwarzen Kapuzen, tagelang, Vergewaltigung von Männern wie von Frauen … (ai report 2008, adameer report 2003). Ähneln nicht die US-Foltermethoden denen der israelischen Folterknechte? Kann nicht zu Recht von einer „Israelisierung“ der US-Besatzung im Irak und Afghanistan gesprochen werden? Der ‚Große Bruder‘ ist scheinbar ein folgsamer Schüler des ‚Kleinen Bruders‘.

Das ‚saubere‘ Projekt
Aber ist es das, was Herzl wollte oder gar geplant hatte? Er, der Architekt des ‚Jüdischen Staates Israel‘ oder ‚Staatsvisionär‘, wie ihn das offizielle Israel gern bezeichnet? Wollte er so weit gehen und mit der einheimischen Bevölkerung derart fertig werden? Wohl nicht genau so, denn er hatte nicht mit Widerstand der "Eingeborenen", wie er sie nannte, gerechnet. In seinem Trivialroman – er nennt es eine "Lehrdichtung" - "Alt-Neuland" kommen sie deshalb auch kaum vor und wenn, dann nur als 'schmutzige Araber‘ (vgl. Herzl, 1902, 1. Buch, 6. Kapitel) oder erfundene Gewinner wie Bey Reshid (dsgl. 2. Buch, 1. Kapitel).
Ihm schwebte ein sauber und ordentlicher, rechtlich und international garantierter Deal vor, so wie er auch Jerusalem gerne ‚sauber‘ bekommen hätte: „Der neue Judenstaat muss anständig gegründet werden“ (Herzl 1896: 65ff). Dazu passt gut, dass er am liebsten das Deutsche Reich als Garant dieses Deals gesehen hätte, das sich zu jener Zeit gerade anschickte im Kolonialgeschäft der anderen mitzumischen: „Wir brauchen ein Protektorat, das deutsche wäre uns demnach das liebste.“ (Herzl Tagebücher, Bd. II: 111, 3.9.1898) Er gedachte ein Stück Land von einem souveränen Staat zu kaufen, Argentinien zum Beispiel, das gerade einen Genozid an den Indios und Mestizen hinter sich und dabei viel ‚leeres Land‘ produziert hatte und um die Jahrtausendwende einen Wirtschaftsboom erlebte, der Hundertausende ( auch organisierte jüdische) Einwanderer aus Europa anlockte; oder Uganda, seit 1896 Britisches Protektorat, das mit Hilfe der einheimischen Aristokratie, den ‚Chiefs‘ ganz Uganda in eine Monokultur von Baumwolle und Kaffee verwandelte, was auch dort zur Verelendung der Massen führte und zu einem Wirtschaftsboom, der Tausende offensichtlich nicht nur asiatischer Einwanderer reizte.
Ein jüdischer Staat in Uganda oder Argentinien? Es hätte zu demselben Konflikt geführt. Kein Land der Erde war je und erst recht nicht am Ende der Kolonialzeit ‚leer‘. Im Gegenteil, die Unabhängigkeitsbewegungen und Republikgründungen im beginnenden 20ten Jahrhundert hätten ein solches Abenteuer dort schnell beendet.
Doch schließlich bevorzugten er und der Zionistische Kongress den Deal über Palästina, auch, weil es leicht schien, Palästina von dem schwächelnden Osmanischen Reich gegen eine Begleichung seiner Schulden zu bekommen. Herzl dachte zunächst, das ganze Kolonialunternehmen sei vor allem ein Geschäft unter einsichtigen, intelligenten Geschäftsleuten und nur eine Frage des Geldes und des Verhandlungsgeschicks. Ideologisch hatte er alles getan, diesen Staat nicht nur als die einzige Rettung der Juden in Europa zu propagieren, sondern auch als ein Supergeschäft für die europäischen Mächte der Zeit und als "Wohlfahrt‘"für den anvisierten "Aufnahmestaat". Und um auch den vielen verfolgten und verarmten Juden Europas die Geschichte realistisch erscheinen zu lassen konstruierte er schon einmal eine „moderne Lösung der Judenfrage“ mit fast allem, was an Politik, Struktur , Technik und Ideologie vonnöten schien, um besonders ihnen den jüdischen Staat schmackhaft zu machen nach dem Motto „wenn ihr wollt‚ ist es kein Märchen“ (vgl. Herzl 1902).

Der ‚Plan‘
Herzl ging gründlich vor, entwarf keinen simplen ‚Plan‘ (Herzl, 1896: 27ff), ließ nichts aus und schwadronierte vom 7-Stundentag und ungelernter Arbeitskraft über Stadtpläne, Gartenstädte und Baupläne, die zukünftigen Klassenverhältnisse und die finanziellen Transaktionen bis zur Rolle der Seelsorger und vieles mehr. Das zentrale ideologische Kunststück seiner Überlegungen war aber die zionistische Botschaft an die Weltpolitiker, dass nur die Bildung eines jüdischen Staates die Lösung der ‚Judenfrage‘ sei: „Ich halte die Judenfrage weder für eine sociale, noch für eine religiöse, wenn sie sich auch noch so und anders färbt. Sie ist eine nationale Frage, und um sie zu lösen, müssen wir sie vor allem zu einer politischen Weltfrage machen, die im Rate der Culturvölker zu regeln sein wird. Wir sind ein Volk, Ein Volk“. (Herzl 1896:11)
Da er versprach: „Für Europa würden wir dort ein Stück des Walles gegen Asien bilden, wir würden den Vorpostendienst der Cultur gegen die Barbarei besorgen“ (Herzl, 1896: 29) war der "Rat der Culturvölker" durchaus bereit mitzuspielen, zunächst jedoch England, das die Bedeutung dieses Angebots schließlich begriffen hatte und der Zionistischen Bewegung unter dem Zionisten Sir Salomon als Mandatsgouverneur die Vorarbeit erleichterte. Dem Antisemiten Lord Balfour kam diese Idee gerade Recht.
Nicht alles ist genau so gekommen. Doch das Herzstück der Konstruktion hat sich bis heute gehalten:
a. die Gründung einer „Society of Jews“, es wurde 1897 die 'World Zionist Organisation WZO' mit der 1929 gegründeten 'Jewish Agency JA, und
b. die Gründung einer „Jewish Company“, es wurde der 1901 von der WZO gegründete 'Jewish National Fund JNF', zusammen mit dem 1920 gegründeten 'Keren Hayesod, KH'.
Ihre Aufgabe: „…nach dem Vorbilde der grossen Landnahmegesellschaften gedacht – eine jüdische Chartered Company, wenn man will. Sie ist ein rein geschäftliches Unternehmen, das von der Society of Jews immer sorgsam unterschieden bleibt… Zugleich wird die Company als Güterverkäuferin auftreten, richtiger als Gutstäuscherin.“ (Herzl, 1986: 31ff)
Die WZO betreibt bis heute weltweit das Geschäft der Verbreitung und Finanzierung des Zionistischen Plans und die Mobilisierung neuer Einwanderer für die Kolonisierung Palästinas und spricht wie selbstverständlich für die gesamte ‚Society of Jews‘. Die JA ist laut Staatsvertrag heute für Einwanderung und die Verteilung der Einwanderer zuständig. JNF und KH-UIA (heute KH United Israel Appeal) agieren ebenso bis heute für die Judaisierung des palästinensischen Bodens. Bis 1948 waren kaum 7% des Bodens im Besitz des JNF, nach der Staatsgründung machte die Regierung alles Land zum Eigentum des JNF. 1960 wurde die Landfrage neu organisiert, der Boden wurde zu Israel Land und heute werden mehr als 90% des geraubten Landes in Israel von der sogenannten Israel Land Administration ILA verwaltet, in der der JNF die Mehrheit stellt. Eine kaltblütigere Enteignung der 'Eingeborenen' gab es nur noch in den USA, dem großen Vorbild des zionistischen Siedlungsprojektes.
Herzl ist also durchaus noch aktuell.

Ideologie Rassistisch
Nicht nur technische Fragen hat Herzl so akribisch vorbereitet, sondern auch das ideologische Rüstzeug für die Verbrechen von heute findet sich in Herzls diversen Schriften wider. Ein paar Kostproben:
Immer neue Expropriation - grenzenlos und flexibel…
"Wir müssen wegen unseres künftigen Handels am Meer liegen, und müssen für unsere maschinenmäßige Landwirtschaft im großen weite Flächen zur Verfügung haben."
(Herzl, Tagebücher Bd. I :150, 13.6. 1895)
„Wir verlangen, was wir brauchen - Je mehr Einwanderer, desto mehr Land“ (Herzl, Tagebücher, Bd. II: 160, 9.10.1898
„Gebiet: Vom Bach Ägyptens bis an den Euphrat.“ (Herzl, Tagebücher, Bd. II: 171, 9.10.1898
„Die Grenze im Norden sollte das Gebirge gegen Kappadozien sein, im Süden der Suezkanal. Als Ruf auszugeben: Palästina wie zu Davids und Salomonis Zeit!" (Herzl, Tagebücher, Bd. I: 391, 26. April 1896, Vorschlag Hechler)
Alles nur eine Frage der Demographie und der Macht…
„Wer der Fremde im Lande ist, das kann die Mehrheit entscheiden; es ist eine Machtfrage“
(Herzl 1896: 11)
Und eine simple Frage der Wissenschaft…
„Die neue Judenwanderung muss nach wissenschaftlichen Grundsätzen erfolgen…. So muss das neue Judenland mit allen modernen Hilfsmitteln erforscht und in Besitz genommen werden…“ (Herzl 1896: 65f).
Macht kaputt, was Euch im Weg steht…
„Wenn ich an die Stelle eines alten Baues einen neuen setzen will, muss ich zuerst demoliren und dann construiren…“
(
Herzl 1896: 17)
Reine Jüdische Arbeit…
„Die Hereinziehung nichtjüdischer Arbeitssclaven in’s Land wird die Society zu vereiteln wissen durch eine gewisse Boycottirung widerspenstiger Industrieller, durch Verkehrserschwerungen und dergleichen“.
(Herzl Tagebücher Bd. I: 167, 14.6.1895: 167)
Diebstahl, aber clever…
„Die Immobilienbesitzer sollen glauben, uns zu prellen, uns über dem Wert zu verkaufen. Aber zurückverkauft wird ihnen nichts. „
(Herzl Tagebücher Bd. I: 98, 12.6.1895)
Eingeborene – ja gibt es die denn…
„Ziehen wir in eine Gegend, wo es für die Juden ungewöhnliche wilde Tiere gibt – große Schlangen usw. – so benütze ich die Eingeborenen, bevor ich sie in den Durchgangsländern beschäftige, dazu, diese Tiere auszurotten. Hohe Prämien für die Schlangenhäute usw. und für die Brut.! „ (Herzl Tagebücher Bd. I: 108/09 12.6.1895)
Vertreibung und Transfer…
„Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Land jederlei Arbeit verweigern…Das Expropriationswerk muß ebenso wie die Fortschaffung der Armen mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen…"
(Herzl Tagebücher Bd. I: 98, 12.6.1895)

Auch dies ist Methode geworden: Rassismus, Diskriminierung der Autochthonen, Verweigerung von Arbeit und lebensnotwendigen Ressourcen, schließlich Deportation und immer wieder Vertreibung. Namen wie Der Yassin, Kufr Kassem, Jenin und jüngst Gaza sind zum traurigen Symbol eines andauernden schleichenden Völkermordes geworden.
Henryk M. Broder, ein heutiger Neo-Zionist, hält dies immer noch nicht für weitgehend genug: "Das Problem der Palästinenser ist nicht, dass sie vertrieben wurden, sondern dass sie nicht weit genug vertrieben wurden. Viele von ihnen leben in "Lagern" und können mit bloßem Auge dahin schauen, wo ihre Eltern und Großeltern mal gelebt haben." (spiegel online am 08.05.2009)
Der Deal ging also nicht auf im Sinne eines einfach zu erledigenden Geschäftsvorgangs, so viel Herzl auch in den Vorzimmern der Großmächte antichambrierte und auch nicht immer die ganze Wahrheit sagte „er: Sie wollen also Jerusalem, Bethlehem, Nazareth ausscheiden und die Hauptstadt wohl mehr nach Norden verlegen?‘ ‚Ja‘, sagte ich“ (Herzl, Tagebücher Bd II: 404, 9. 5. 1896, im Gespräch mit dem Nuntius Agliardi in Konstantinopel); oder „Jerusalem müsse unbedingt unter der Verwaltung der Türken bleiben. Es wäre gegen die heiligen Empfindungen des Volkes, wenn Jerusalem abgetreten würde. Ich versprach eine weitgehende Exterritorialität. Die heiligen Stätten der Kulturwelt dürfen niemandem, müssen allen gehören. Ich glaube wir werden schließlich zugeben müssen, daß Jerusalem in seinem jetzigen Zustand verbleibe.“ (Herzl, Tagebücher Bd. II: 426 18.6.1896 im Gespräch mit Djewid Bey, Sohn des Großwesirs in Konstantinopel). Es sind wohl taktisch zu verstehende Äußerungen.

Konsequenz: schleichender Völkermord
Mit Zartheit und Behutsamkeit lässt sich kein Volk vertreiben. Also kam es auch anders. Dass Palästina nicht leer war, das hat manche Zionisten geschockt (z.B. Nordau), als sie das erste Mal in Palästina waren. Einige hofften, die jüdischen Einwanderer könnten ein friedliches und nachbarschaftliches Nebeneinander leben (z.B. Buber), aber andere sprachen konsequent von einer Eisernen Mauer, die man errichten müsse (z.B. Jabotinsky) und schließlich haben die Macher wie Ben Gurion einfach gehandelt und schon vor 1948 den ersten großen Genozid an den Palästinensern der Nakba organisiert (vgl. Pappe 2006). Dieses „Märchen“ konnte nur mit Gewalt an den Palästinensern Wirklichkeit und für die ‚Eingeborenen‘ zum Alptraum werden.
Ist Herzl also nur der Idealist, der sein Tagebuch mit ein paar neokolonialen Gedanken füllte und die Trivialliteratur der Zeit mit Romanzen wie ‚Alt-Neuland‘ bereicherte mit ein paar dem Zeitgeist geschuldeten harten Worten über ‚Eingeborene‘, die man nach getaner Kolonialarbeit in die Nachbarländer ‚transferieren‘ könne? Diese ‚peinlichen‘ rassistischen Entgleisungen – die sehen Neo- Zionisten von heute nicht gerne zitiert. So sähen es zum Beispiel die ‚German Israel‘ supporters‘, die „GI’s für Israel“, dass man manche der Herzl’schen Hirngespinste in die Mottenkiste des 19ten Jahrhunderts stecken solle und keinesfalls als konkrete Handlungsanweisungen verstehen und schon gar nicht als Referenz für die kriminellen Handlungen des heutigen modernen Israel.
Uri Avneri beschreibt in seiner Kolumne (Avneri 2006) zur Wahl Liebermanns zum stellvertretenden Ministerpräsidenten unter Olmert 2006, dass das Dilemma des Staates Israel von heute darin bestehe, dreierlei gleichzeitig sein zu wollen: ein jüdischer Staat, ein demokratischer Staat, und dies in dem Raum zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan. Aber es sei eine Maxime, dass nur je zwei dieser Wünsche erfüllt werden könnten: der Staat könne vom Mittelmeer bis zum Jordan reichen und ein demokratischer Staat sein – aber dann könne er nicht mehr ein jüdischer sein; er könne das ganze Gebiet umfassen und jüdisch sein, dann aber wäre er nicht mehr demokratisch; er könne jüdisch und demokratisch sein, aber dann nicht vom Mittelmeer bis zum Jordan reichen.
Dieses Dilemma ist schon in Herzl’s Konstrukt angelegt: er wollte Teil der demokratischen Weltgemeinschaft sein, hatte den Begriff des Jüdischen Volkes, die nationale Frage zum Prinzip erhoben und geglaubt, ganz Palästina zu bekommen. Die ‚Eingeborenen‘ gab es, es waren für ihn ‚Wilde‘, die man reinlegen und vertreiben konnte, ganz so wie die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien die Araber im Sykes-Picot-Abkommen getäuscht hatten. Dass sich die Betrogenen und Kolonisierten wehren würden, diese Erfahrungen mussten erst seine zionistischen Nachkommen und die Unterstützer dieser Idee, die westlichen 'demokratischen und zivilisierten' Mächte machen. Statt den Geburtsfehler einzusehen und die Tatsache und Rechte der Anwesenden Autochthonen anzuerkennen, greifen auch die Neo-Zionisten von heute zur schlechtesten Lösung und bleiben in der Tradition des postkolonialen, imperialen Denkens von Theodor Herzl: ‚Ethnische Säuberung‘.
Die lockere Geste eines 'starken Mannes', der die vollständige Vertreibung aller Palästinenser mit einer kleinen Handbewegung anordnet wäre wie es scheient fast allen Juden in Israel recht. Liebermann mit seiner russischen Hausmacht, die ihn in wenigen Jahren zum neuen 'Führer' einer großen Partei gemacht hat, könnte diese Rolle spielen wollen.
Ein jüdisch-israelisches Déja-vu?
Quellen:
Avneri, Uri (2006): Lovable Man, 3.11.2006
Herzl, Theodor (1896): Der Judenstaat, Berlin und Wien 1896.
Herzl Tagebücher 1895 -1904, Erster Band. Jüdischer Verlag Berlin 1922
Herzl Tagebücher 1895-1904, Zweiter Band. Jüdischer Verlag Berlin, 1923
Herzl, Theodor (1902): Alt Neuland, Hermann Seeman Nachfolger, Leipzig
Pappe, Ilan (2006): The Ethnic Cleansing of Palestine. Oneworld Pubication Limited. Oxford