Freitag, 16. Januar 2009

Israel - was für ein Land! USA, Europa und die Bundesregierung finanzieren



  • Israel bombardiert UN Gebäude, dabei verbrennen lebensnotwendige Güter, Hilfsmittel, Treibstoff und Tausende Schutzsuchende werden erneut obdachlos

  • Über 1000 Menschen, vor allem Zivilisten, Kinder und Frauen wurden bisher getötet, ein Mehrfaches an Menschen verletzt und 1,5 Millionen Menschen für immer traumatisiert

  • Israel begeht Kriegsverbrechen

  • Ha’aretz berichtet: etwa 70% der Israelis unterstützen den Krieg (wdr news heute)

  • Ha’aretz berichtet: über 80% der Israelis finden die Form angemessen (wdr news heute)

  • Liebermann, Infrastrukturminister laut Jerusalem Post und AFP 14.01.09: Treat Hamas like Japan in WWII (mit 'Atomköpfen'?)

  • Zeevi, 2001 ermordeter Tourismusminister, 1956 Chef der Golani Brigaden, Begründer der moledez Partei, war wie sie Befürworter des sog. 'Transfer' der Palästinenser in die arabischen Nachbarländer

  • Jaffa Center for Strategic Studies berichtet im neuesten Jahresbericht: 46% der Israelis befürworten 'Transfer' der Palästinenser aus den besetzten Gebieten, 31% 'Transfer'aus Israel

  • Das zentrale Wahlkommittee in Israel hat den Ausschluss der 3 palästinensischen Parteien von der Knesset Wahl 2009 beschlossen (14.01.09)

Und noch:



  • Israel baut weiter Siedlungen in der West Bank und in Ost Jerusalem

  • Israel baut weiter an einer Mauer und verletzt Haager Beschlüsse

  • Israel verletzt internationale Konventionen in besetzten Gebieten (Genfer Konvention)

  • Israel verletzt die Menschenrechte (UN Charta)

  • Israel hat nie seine Grenzen definiert

  • Israel hat keinen einzigen Beschluss der UN je respektiert und umgesetzt

Und die Welt schaut zu, die Medien berichten spärlich und nennen diese Tatsachen nicht, die USA und Europa liefern Waffen und finanzieren dieses System

Montag, 12. Januar 2009

Zynisch/zionistische Vorschläge zu Gaza's Zukunft zeigen nur eins: europäische Ignoranz und den immer wieder aktuellen Orientalismus

Alle Vorschläge gehen am Kern vorbei
Seit es den ‚Friedensprozess‘ gibt, ist jeder vorgelegte Plan Israelischer Regierungen im Verbund mit Europa und Amerika auf eine Verkleinerung des palästinensischen Staatsgebietes und auf weitere Demütigung der palästinensischen Seite hinausgelaufen. Auf gleicher Augenhöhe wurde, konnte nie verhandelt werden unter Bedingungen der Besatzung. Israel, von allen Mächten finanziell, militärisch und politisch bedingungslos unterstützt, hat seit 1993 die völkerrechtswidrigen Kolonien verdoppelt, die Zahl der Siedler ebenso – alles gegen Haager Konvention und UN- Beschlüsse. Bedingungen wurden immer nur an die Palästinensische Seite gerichtet, und zwar als 'sine qua non' Voraussetzung – die israelische Seite konnte weiterhin ihre Kolonisierungspläne verwirklichen. Was von Israel, dem Quartett und Amerika als ‚Lösungen‘ angeboten wurde, war immer mit einer Forderung des Verzichts auf Land und Souveränität verbunden.

Und aktuell?
Ein unheiliger Krieg, der bald 1000 Tote fordert und um ein Vielfaches mehr Verletzte, davon fast 50% Kinder und Frauen. Notstand auf allen Ebenen; in den Krankenhäusern kaum noch Versorgungsmöglichkeiten, die Menschen leiden unendlich, Wasser und Nahrungsmittel werden knapper – kein Ort bietet mehr Sicherheit, die Menschen sind traumatisiert. Und wie wollen die Großmächte, die Europäer, die deutsche Regierung helfen? Es geht um gute Geschäfte: Lieferungen von besonderen Abschreckungssystemen, Export von Sicherheitsmaßnahmen à la Schengen – also Elektrozäune - Flottenentsendung wie im Libanon, und nebenbei weiter Waffen, Geld und Privilegien für Israel.

Und Gaza’s Zukunft?
Entweder ein voll elektrisch gesichertes Hochsicherheitsgefängnis (Steinmeiers Variante) oder Vertreibung und Übergabe an die Ägypter, Auszug a u s dem ‚Heiligen Land‘ n a c h Ägypten (Real-Zionistische Variante)? Keiner will wahrhaben, dass Israel das Problem ist, nicht die Hamas, sie ist ein Folgeproblem israelischer Ignoranz und Aggression seit über 40 Jahren. Keiner will an den Kern, dass Israel sich aus allen besetzten Gebieten zurückziehen, die Kolonien (Siedlungen) aufgeben und sich in den Nahen Osten integrieren muss – um auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln - und feste und für alle sichere Grenzen einhalten und die Waffen niederlegen mus!

Immer wieder Erpressung statt Einhaltung der internationalen Konventionen
Die absurdeste Erfindung, der die Palästinenser - wollten sie in den ‚Friedensprozess‘ zusteigen - zustimmen mussten, war nach Oslo die Teilung der palästinensischen Gebiet in Zonen A, B und C: A=autonom palästinensisch, C= autonom israelisch und B= zivile Kontrolle palästinensische Autonomiebehörde und Sicherheitskontrolle israelisch, was B in Wirklichkeit in C verwandelte – und dies mit der Aussicht (?), langfristig alles in A zu verwandeln. Es entstand "Trizonesien", einst eine makabre Kabarett Persiflage auf die Teilung Deutschlands in Militärzonen nach Beendigung des 2. Weltkriegs (aber anders als die Palästinenser hatte das faschistische Deutschland den vom damaligen Regime angezettelten Krieg zu verantworten, der Millionen Tote und Verwüstungen hinterließ - die Palästinenser haben nicht den Holocaust zu verantworten!). Gleichzeitig war in Oslo verabredet, dass keine Seite irgendeine Änderung der bestehenden Verhältnisse betreiben solle. ( "Neither side shall take any step that will change the status of the West Bank and the Gaza Strip…" Article XXXI, Oslo II, 1995.). Nach diesem Abkommen sollte die Palästinensische Seite bis Juli 1998 volle Kontrolle über 95% der West Bank und des Gaza Streifens bekommen haben. Was aber wurde durch Israels Politik der Schaffung von Tatsachen und einseitiger Forderungen an die Palästinensern daraus?
Es begann 1994 it 3 % (Jericho) und endete mit 18% Sharm el Scheich in 2000, nachdem Israel ab Wye II und III zu verzögern begann und nicht einhielt was es einhalten sollte. Die Mauer, der Zaun waren schon geplant, heute kann von Autonomie nicht die Rede sein, über 600 diverse Blockaden, Hindernisse, Mauern zerteilen das Land (siehe OCHA
http://www.ochaopt.org/documents/ocha_opt_west_bank_closure_map_a3_2008_09_11.pdf und http://www.arij.org/)
Die Intifada, die Hamaswahl – eine verzweifelte Antwort auf Besatzung und israelischen Staatsterror
Am 28. September 2000, brach die sog. 2. Intifada aus, bekannt als Al Aqsa Intifada, infolge des provokativen ‘Spaziergangs’ Sharons in den Heiligen Bezirk der al Aqsa Moschee auf dem Gebiet des Felsendoms. Dies war nicht nur eine Reaktion auf Sharons bewusste Aggression, sondern auch eine Antwort auf das sichtbare Scheitern des Friedensprozesses, der sichtbar wachsenden Anzahl an Kolonien, Aussperrungen, Zerstörung von Häusern und den immer deutlicher werdenden Plänen der Fragmentierung des Landes. Israel hatte inzwischen die Politik der ‚inneren Aussperrung‘ (Einschränkung der Bewegungsfreiheit innerhalb der West Bank zwischen fast allen Gemeinden) noch ergänzt durch die ‚äußere Aussperrung‘ (fast vollständige Einschränkung der Bewegungsfreiheit zwischen der West Bank, Gaza und Ost Jerusalem). Im April 2002 besetzte die Israelische Armee die Palästinensischen Gebiete erneut, zerstörte und belagerte Städte und Dörfer wie Jenin, Nablus und Ramallah und stellte die Besatzungssituation wieder her durch alle Arten von Kontrollen, Checkpoints, Aussperrungen usw. Die Autonomiebehörde spielt inzwischen nur noch eine Marionettenrolle in dem Prozess. Wenn sie nicht ‚abnickt‘ was Olmert, die Europäer oder die USA verlangen, dann hatte und hat auch sie keine Rolle in diesem Theater, das Friedensprozess genannt wurde und doch nur dazu dient, die Palästinenser in ein endloses Tauziehen zu verwickeln und schließlich allem zuzustimmen oder zuzulassen, was Israel für seine Sicherheitsinteressen hält: am besten jede Staatsidee aufzugeben, die bereits vollzogene Bantustanisierung der palästinensischen Städte und Dörfer zu akzeptieren oder zu verschwinden.

Wovon träumen die Großmächte?
Zunächst soll Israel sein ‚Ziel‘ durchsetzen, solange will man warten? Alle, arabische, europäische Regierungen und die USA hoffen, dass Israel für sie das schmutzige Geschäft erledigt: ‚Zerstörung der Hamas' Strukturen - im Kampf um jedes Haus, Krieg gegen jede Familie, gegen Wehrlose? Und alle schauen erbarmungslos zu? So, wie die israelischen Kriegstouristen auf der Anhöhe vor Gaza, die mit israelischen Flaggen geschmückt mit etwas Grusel im Nacken wegen der möglichen Kassamraketen ihren Kinder das ‚herrliche Schauspiel‘ zeigen, die Zerstörungen durch den Bombenhagel auf Wohnhäuser, Moscheen und alles was Gaza in den letzten 15 Jahren hat aufbauen können?
Seit 1993 wird den Palästinensern ein Weg zum Frieden und ihrem eigenen Staat versprochen. Inzwischen ist der Betrug für jeden offensichtlich. Auf 18%, fragmentiert durch Checkpoints, Straßenblockaden, Toren, Erdwälle, und Erdgräben sowie für die Palästinenser nicht benutzbare Autobahnen und ebenso nicht bebaubare sog. ‚Naturreservate‘, sodass real nur die schon dicht besiedelten Gebiete übrigbleiben: ‚autonome‘ Ghettos?.
Mauer, Checkpoints und Aussperrungen, Kolonien, die illegale Annexion Ost Jerusalems, die Spaltung der palästinensischen Gebiete sollen bleiben? Das Geschäft mit der Mauer, mit dem Zaun – daran soll weiter verdient werden? Die Baufirmen für den Zaun und die Betonmauer verdienen nicht schlecht, täglich 1,5 Millionen Dollar alleine die Zaunproduzenten wie man nachlesen kann, und die Siedlerbewegung mit ihren Baufirmen bereichert sich an dem Konflikt, schreibt Meron Benvenisti – das soll ruhig so bleiben?
Wer bezahlt aber die Verwüstungen durch die zionistische Armee? Frau Merkel oder Frau Knobloch, die ‚inoffiziellen Pressesprecherinnen‘ der real zionistischen Regierungsgruppe von Olmert, Livny und Barak?
Und die Folgen?
Das aktuelle militärische ‚Groß-Experiment‘, dessen Ergebnisse offensichtlich alle mit Spannung abwarten, wird zu weiterem Blutvergießen führen. Das Stillhalten der großen Mächte wird Israel geradezu ermutigen weiterzumachen (die jüngste UN Resolution ist an keine Zeit oder Bedingungen gegenüber Israel geknüpft und Livny hat bereits gesagt, dass Israel seine Interessen unabhängig davon weiter verfolgen und nicht gestört werden wolle - also weiter töten und zerstören ?). Wenn Gaza erst einmal von den Ägyptern erneut kontrolliert wird, Deutsche Marine vielleicht die Rolle der israelischen Kampfboote ein paar Meilen vor der Küste übernimmt, dann kann die nächste Schlacht um Hebron, Jenin, Nablus oder Bethlehem problemlos beginnen.
Aktuell haben 100.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen, 20.000 Menschen haben versucht, sich in den seit 1948 bestehenden bereits überfüllten Flüchtlingslagern der UN WRA in Sicherheit zu bringen. Von den 1,5 Millionen Bewohnern des Gazastreifens sind 2/3, eine Million! Flüchtlinge, die Hälfte lebt immer noch in diesen Lagern mit offener Kanalisation, die inzwischen zu Armutsslums geworden sind. Unter den Bewohnern gibt es noch Zeitzeugen der Vertreibung von 1948. Von ihren jetzigen Orten können sie mit bloßem Auge noch viele der Orte, Dörfer und Städte sehen, wo sie einst zu Hause waren: Al Ma’in, Bayhat Abo Hamash, Hirbiya, Bayt Jirja, Hulayyat, Burayr, Juhayd, Ad Dinqur, Karm Abu Kar, Karm Abu Aye, Ghawali al Im, Bayhat Abu Kuhay, Ain Nusayrat, deren Ruinen nahe der sog. ‚Grünen Grenze‘, jetzt eine 6 Meter hohe Mauer, liegen. Dies sind nur einige wenige von den hunderten von den zionistischen Milizen zwischen 1948 und 1950 zerstörten Dörfern, ganz zu schweigen von der Vertreibung der Bewohner aus den Städten Majdal und Askalan. (Siehe Ilan Pappe 2007 und B. Kedar 1998)
Die Verantwortung der Medien - über den Kern aufklären!
Das zynische Schwadronieren mancher Journalisten über den Konflikt ist nichts anderes als die Zündung von Nebelkerzen und Begleitmusik zu der politischen Farce unserer Politiker, damit nicht herauskommt was ein Kernproblem des langjährigen Blutvergießens ist: auf der einen Seite Israels Weigerung seit 1948 eindeutige Grenzen zu definieren, die illegale Kolonisierung bis an den Jordan fortzusetzen und Ost Jerusalem widerrechtlich zu annektieren und auf der anderen Seite die unsägliche Toleranz der Welt gegenüber Israels Kriegsverbrechen, den Menschenrechtsverletzungen und Missachtung der UN Beschlüsse im eigenen Interesse an diesem schwelenden Konflikt m ölreichen Umfeld.
Frieden verlangt Kompromisse von Israel, die Besetzung und Kolonisierung aufzugeben, die Menschenrechte und UN Beschlüsse einzuhalten und bedingungslos mit den gewählten Vertretern der Palästinenser zu verhandeln. Dann auch können die Palästinenser auf Augenhöhe dabei sein und verhandeln statt verzweifelt kämpfen. Die Vereinten Nationen und die großen Mächte können dies dann erzwingen, wenn sie jedwede finanzielle und militärische Hilfe an Israel einfrieren bis diese Forderungen erfüllt sind.
Das eigentliche Problem ist aber der zionistische Rassismus. Diese für das 21te Jahrhundert völlig unwürdige Ideologie gehört auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt, denn reformierbar ist diese Ideologie genauso wenig wie Kapitalismus und Kommunismus, wie wir inzwischen feststellen können. Von dieser Ideologie muss sich Israel verabschieden, um ein demokratischer, säkularer Staat zu werden, wenn es sich im Nahen Osten langfristig in sicheren Grenzen eingliedern möchte. Denn, bricht nur ein Stein aus diesem rassistischen Konstrukt aus Ideologie, Waffen und Beton heraus, stürzt das ganze Gebäude ein wie weiland in Berlin 1989 zu besichtigen war.
Wer die Ursachen verschweigt und einseitige Stimmung macht, wer den Konflikt als einen zwischen Juden und Muslimen, Juden und Arabern hochkocht und die internationalen Interessen an der Region und die strukturellen Ursachen des Systems verschweigt macht sich mitschuldig an dem erkennbar neu aufkommenden Vorurteil gegenüber Juden. Die Europäer müssen ihre Sicht und Interpretation des 'Orients' verändern!

Sonntag, 11. Januar 2009

Zynismus und Zionismus: Gaza das ‚Hawaii Israels‘?

1984 ‘New Dimensions – Aliyah to Judea, Samaria and Gaza…..’
Der Gaza Regional Council:

„Die sandigen, Palmen bestandenen Strände von Gaza sind das „Hawaii“ Israels. Die zehn Gemeinden, die sich vom Checkpoint Erez im Norden bis hinunter zu Rafiah im Süden erstrecken teilen diesen unendlich weiten Blick auf das Mittelmeer. Diese Region war trotz ihres herrlichen tropischen Klimas und ihrer einmaligen Schönheit kaum je dicht bevölkert. Und das möchte der Gaza Regionalrat in naher Zukunft ändern.“ X (Immigration and Absorption Division World Zionist Organization (1984), NY, S.19)
Die meisten Siedler, die dieser Aufforderung folgten, kamen bereits aus einem anderen ‚Kolonial-Winkel Israels‘, dem Sinai, den sie aufgrund internationalen Drucks 1982 verlassen mussten. Es kamen nicht viel mehr als etwa 4.000, die auf dem fruchtbaren, den Palästinensischen Bauern entrissenen Land, Kolonien errichteten und am Wochenende unter Kontrolltürmen und Zäunen in Tel Kafif oder Nezarim den ‚unendlichen weiten Blick auf das Mittelmeer‘ teilten. Auch sie mussten gehen, und viele zogen in neue Kolonien, dieses Mal in der Region Ost-Jerusalem.
Nun noch ein Versuch? Mit nochmal 50.000 Soldaten, fertig zum Häuserkampf, um die Gaza Bevölkerung in die Flucht zu treiben? Bald ist es soweit? Nur noch Palmen und ein weitreichender Strand ‚nur für Israelis‘?
Wer zahlt den Wiederaufbau? / Flucht vor den Bomben
Paläst. Kinder einst am Meer / Fünf Geschwister brutal getötet

xEngl. Text: „The sandy, palm-treed beaches of Gaza are the „Hawai“ of Israel. The ten communities stretching from the Erez Checkpoint in the north to Rafiah in the south share the infinitively-stretching view of the Mediterranean. This area, despite its tropical climate and physical beauty, was never heavily populated, and this is what the Gaza Regional Council would like to see changed in the near future.”


Mittwoch, 7. Januar 2009

Wussten Sie schon (4)? Über den Kern des Nah Ost Konflikts: der alte und der real existierende Zionismus

Manche Menschen mögen es nicht wissen, manche wollen es nicht wissen und manche biegen die Wahrheit einfach zurecht: Zionismus ist Rassismus (x)

Wenn wir verstehen wollen, was eigentlich die Israelischen Regierungen bewegt und warum die Palästinenser sich dagegen wehren, dann reicht schon ein Blick auf die Karte Palästinas und die Veränderung der Grenzziehungen vom Fall des Osmanischen Reiches, als Palästina nach dem 1. Weltkrieg auf Entscheid der Siegermächte und des Völkerbundes Mandatsgebiet unter der Kontrolle Englands wurde, bis heute. Zionistisch orientierte Raumplanung war immer ein entscheidendes Instrument für Grenzänderungen.

Karten: Landverlust der Palästinenser zwischen 1946 und 2000



0. Die grüne Farbe kennzeichnet die Grenzen des Mandatsgebietes seit 1922
1. Karte 1946: Verteilung der Ländereien, die 1946 – vor dem UN Teilungsplan – von der Zionistischen Bewegung und ihrer von England tolerierten quasi Regierung, der Jewish Agency, in Besitz genommen worden ist, etwa 6% des gesamten Landes; der Zionist und Mandats-Gouverneur Sir Simon hat einiges dazu getan, dass diese ‚Käufe‘ möglich waren. Erkennbar ist eine gewollte strategische Lage, die auf den Zionistischen Weltkongressen seit dem 1. Kongress 1897 in Basel jeweils debattiert wurde um neue strategische Ziele festzulegen: Kolonien und Landerwerb an der Küste, im Huletal in Nord-Ost Galiläa, das enorm wassereich war (von dort kommen die Quell- und Zuflusswasser aus dem Hormon Gebirge in das Jordantal), die Ebene Marj Ibn Amer, heute Yizareel Ebene, die die Kornkammer Palästinas war, Zugänge zu Bethlehem und Jerusalem, Gebiete um Bir Saba, heute Beersheva, dem Tor zum Mineralien reichen Negev. Raumplanung spielte in den diversen Kommissionen der Kongresse bereits eine relevante Rolle.
2. UN Teilungsplan: ca 60% des Landes werden der zionistischen Jüdischen Agentur zugesprochen und die erstrebten Gebiete vorgesehen: die Küstenregion, das Hulatal einschließlich des Tiberias Sees und nördliche Teile des Jordantals, ergänzt durch den Negev einschließlich des Toten Meeres. Den Palästinensern zur Bildung des eigenen Staates wurde nur ein Teil Galiläas zugesprochen, die Gaza Region, etwas größer als heute , sowie die West Bank mit den zentralen Städten auf dem Gebirgsrücken in Nord-Südrichtung bis hinunter zum Jordantal, also von Jenin über Nablus und Ramallah bis Bethlehem und Khalil/Hebron, sowie Jericho. Beide Gebiete wurden als dreigeteilt vrogeschlagen und Jerusalem sollte unter internationaler Kontrolle eine Sonderstellung erhalten. Die straff organisierte zionistische Bewegung unter Ben Gurion akzeptierte den Plan und setzte ab diesem Beschluss alles nach Plan daran, so viel Palästinenser wie mögilch aus den ihr zugesprochen Gebieten zu vertreiben und darüber hinaus neue Landgewinne zu erreichen (all dies ist bei Pappe aus den israelischen Militärarchiven belegt).
Die Palästinenser hatten keine eigene Stimme, waren aber natürlich empört über diesen Plan, der ohne irgendeine Schuld ihrerseits über sie verfügt worden war. Über die Ziele der zionistischen Bewegung waren sie längst im Bilde und hatten sich bereits seit Beginn des Jahrhunderts bei den osmanischen Regierungen in Istanbul beschwert und verzweifelt gewehrt – jedoch ohne Erfolg, sie hatten keine Lobby nirgendwo – wie heute (Dokumente in '100 years of Palestinian History', Passia, Jerusalem 2000). Die arabischen Nachbarn haben sich schließlich mit ihren Armeen noch einzumischen versucht, um zumindest die Gebiete, die den Palästinensern von der UN zugesprochen waren zu verteidigen. Aber die zionistischen Milizen Irgun, Hagannah und viele andere wie die Golani Brigaden, waren besser ausgerüstet, vorbereitet und skrupellos genug und haben nach Plan Menschen umgebracht und vertrieben und damit Signale gesetzt ‚Wir oder Ihr‘ (Plan D bei pappe, aber auch nachzulesen bei B. Kedar The changing Land. Between the Jordan and the Sea, Jerusalem 1999). Was Israel als heroischen Befreiungskrieg vor 60 Jahren feiert war bereits der erste Akt ethnischer Säuberung durch die Zionisten an der Macht und hat Zweidrittel aller zu der Zeit dort lebenden Palästinenser, etwa 700 000 Menschen, zu Flüchtlingen gemacht. Israel hatte schließlich sein beherrschtes Gebiet weit ausgedehnt, Jerusalem blieb geteilt in West und Ost, es gab keine offiziellen Grenzen, nur Waffenstillstandslinien bzw. die sog. 'Grüne Grenze' – Israel ist immer noch ein Staat ohne selbst genau definierte und/oder international festgelegte und anerkannte Grenzen. Zionistsiche Raumplanung mit militärischen Mitteln könnte man diesen in der Welt einmaligen Prozess nennen.
3. Bis 1967 war der Gazastreifen – viel kleiner als nach der UN 181 Resolution vorgesehen unter ägyptischer Kontrolle, die West Bank – ebenfalls viel kleiner als von der UN zugesprochen – unter jordanischer Kontrolle; 1967 besetzte das israelische Militär (das sich hypokratisch IDF Israel Defense Forces nennt; es gibt keine palästinensische Armee und anders als Israel haben die Palästinenser nie einen Krieg angefangen), neben Golan und dem Sinai, den Gazastreifen und die West Bank, dazu Ost Jerusalem. Damit war Israel dem Raum, der als Mandatsgebiet schon vor dem Ende des 1. Weltkrieges der zionistischen Jüdischen Agentur 1917 durch Lord Balfour und damit der englischen Regierung, versprochen worden war, sehr viel näher gekommen. Während der Besatzungszeit und gegen alle UN Beschlüsse und unter Verletzung der aus den Erfahrungen des Faschismus und des 2. Weltkriegs geborenen Menschenrechtskonvention von Genf kolonisiert Israel die West Bank und den Gazastreifen seit 1967 systematisch durch weitere zionistisch orientierte Raumplanung. Mittel sind Landraub, Bau von Kolonien und die Versetzung israelischer Bevölkerung in diese Siedlungen: unter Missbrauch von Militärgesetzen, neuen Planungsgesetzen, Osmanischen Bodengesetzen aus dem 19ten Jahrhundert und Planungen aus der englischen Mandatszeit. Schließlich konstatiert Meron Benvenisti, ehemaliger Bürgermeister von West-Jerusalem in den 80ern, dass Israel mit diesen Methoden bereits über 60% der Westbank unter seine militärische und planerische Kontrolle gebracht hatte.
4. Mit dem sogenannte Friedensprozess, dessen Ausgang für alle ungewiss schien, begann ein einseitiges ‚Wettrüsten‘ auf der zionistisch israelischen Seite um ‚Land und Menschen‘: in den knapp 10 Jahren seit Madrid bauten die diversen Minister, voran Sharon, doppelt so viele Kolonien wie in den 25 Jahren Besatzung davor und ebenso hat sich die Zahl der Siedler in den Kolonien dramatisch erhöht. Sharons' Planungsziel war es, bis 2010 eine halbe Million Siedler in die West Bank zu verpflanzen, die heutige Regierung ist dem inzwischen sehr nahe gekommen. Mauerbau und weiterer Landraub haben das palästinensische Gebiet auf etwa nur noch 12% des einstigen Palästina reduziert, in der West Bank nur noch auf etwa 5%. Die Wasserreservoire, Brunnen und Quellen sind durch Besatzung, Mauer und Landraub fast vollständig unter israelischer Kontrolle (siehe Artikel Israel's water grab). Zionistsiche Raumplanung mit gezielten Mitteln hat die Städte von Kolonien umringt, Straßen zerschneiden die räumliche Kontinuität der Wst Bank und der Gaza Region, das Jordantal ist abgeriegelt von der Bergregion, Jerusalem ist von einem Kranz von großen Kolonien umgeben und von seinem historischen palästinensichen Hinterland abgeriegelt.
5. Und in Israel selbst? Mit eben solchen Mitteln der Vertreibung, des Landraubs, sogar der Verweigerung von Baugenehmigungen haben die zionistischen Machthaber in Israel es so weit gebracht, dass die 1,2 Millionen Palästinenser in Israel, die fast ein Viertel der Bevölkerung ausmachen nur noch 6% des Landes ihr eigen nennen können und der innere Kolonisierungsprozess geht immer noch weiter: begründet mit Sicherheit, Straßenbau, staatlichen Planungen, der Verweigerung von Masterplänen und in diesem Zusammenhang auch der Verweigerung von Baugenehmigungen (ohne Masterplan keine Baugenhmigung) sowie Hauszerstörungen als Folge sog. 'illegalen' Bauens, immer wieder mit den diversen Facetten ‚ethnokratischer‘, wie es Oren Yiftachel nennt, zionistischer Raumplanung.


Ist es so schwer zu verstehen worin der Konflikt besteht?
Kein Volk der Welt würde zustimmen und es zulassen, wenn die Großmächte sein Land einem anderen Volk geben und dieses mit Waffen und Geld hochrüsten würde, damit es das autochthone Volk vertreibt, unterdrückt und langsamen Völkermord begeht. Die zionistischen Väter dieses Projektes wussten dies und waren von Anfang bereit Vertreibung und Unterdrückung in Kauf zu nehmen. Die heutigen realen Zionisten setzen dieses Werk offenbar nur fort.
Und Lösungen? Keine sind in Sicht so lange Israel weiter kolonisiert und sich nicht auf die Grenzen von vor 1967 zurückzieht. Das sei unmöglich? Wieso! Die großen Mächte könnten für 5 Jahre jegliche Hilfe aussetzen und eine Aufhebung der Einfrierung an die Bedingungen des vollständigen Rückzugs und die Einhaltung der Menschenrechte, internationaler Beschlüsse und internationalen Rechts knüpfen.
Und die Palästinenser? Widerstand und Kampf werden nur dann aufhören und Verhandlungen als sinnvoll angesehen werden können, wenn auf Augenhöhe mit einander gesprochen werden kann, also nur wenn die Besatzung aufhört, die zionistischen Ideologien abgelegt werden und realistische Aussicht besteht, dass auch die palästinensischen Menschen in Frieden und Wohlstand in gesicherten Grenzen unabhängig und souverän leben können. Dies zu garantieren könnten Europäer und die anderen großen Mächte ihre Macht einsetzen.
x: UN Resolution 3379 am 10. Nov. 1975 'ELIMINATION OF ALL FORMS OF RACIAL DISCRIMINATION', mit der Erwähnung des Zionismus neben anderen ("Recalling also that, in its resolution 3151 G (xxVIII) of 14th December 1973 the General Assembly condemned, inter alia, the unwholy alliance between Southafrican racism and zionism" - alle arabischen Länder, die SU und die DDR stimmten dafür, USA und die BRD stimmten dagegen; am 16.12. 1991 wurde die Resolution zurückgenommen, kein arabischer Staat stimmte für die Rücknahme; Israel hatte die Teilnahme an den Madrider Friedensverhandlungen von dieser Rücknahme abhängig gemacht)

Dienstag, 6. Januar 2009

Golani Brigade: Soldaten töten in alter Tradition

Die Golani Brigade ist wieder ganz vorne beim Töten und Massenmorden

Warten an der Gaza Mauer, Training 08/08
kurz vor einem Einsatz 07/08

Tihur‘,Bihur‘, oder auch ‚Nikkuy‘, – verschieden gebrauchte hebräische Worte für ‚ethnic cleansing‘ (Reinigung) - war die offizielle Parole für die Milizsoldaten der Alexandroni, der Golani und der Carmeli Brigadem der Irgun und Hagana, die allein in der ‚Operation Hametz‘ am 29. April 1948 die Dörfer Beit Dajan, Kfar Ana, Abbasiyya, Yahuddiyya, Saffuriya, Khayriyya, Salama und Yazur in der Region Jaffa und in Jaffa selbst die Vororte Jabalya und Abu Kabir zerstörten und die Bevölkerung töteten oder vertrieben. (aus IlanPappe, 2007: 139 f; The ethnic cleansing in Palestine).

'früh übt sich'

Die Golani Brigade hat Geschichte und Erfahrung mit Völkermord und Vertreibung.
Und so sieht es aktuell ein israelischer Korrespondent:
The IDF's Golani Brigade: Always first on the scene at the front line
By
Amos Harel, Haaretz Correspondent
“At the eye of the Gaza storm is the Golani Brigade. Golani is currently operating in the sector in which the IDF has seen the toughest battles with Hamas, the eastern part of Gaza City. …Golani has a complex image within the IDF. On one hand, it is known as a brigade that struggles with no small number of disciplinary problems and scandals, caused by bad behavior ranging from revolts against commanders to abuse of Palestinians. On the other hand, whenever the army finds itself taking on missions demanding determination, verve and esprit de corps, Golani is among the first brigades it calls.” (Ha’aretz, 08:58 06/01/2009)
Und dann geht die Aufzählung glorioser Beteiligung an Völkermord und Kriegsverbrechen weiter. Aus palästinensischer Perspektive allerdings liest sich das so:
Die Golani Brigade war die Nummer 1 in der sog. Operation Defensive Shield, 2002, als die Flüchtlingslager Jenin und Tulkarem besetzt und grausam Hunderte Zivilisten getötet, tausende Häuser zerstört und ganze Familien unter ihren Häusern begraben wurden - begründet mit dem Kampf gegen ‚Militante‘. Dies war Teil einer neuen Besetzung der West Bank, in der in Ramallah Schulen, Ministerien, Wohnhäuser zerstört wurden, hunderte parkender Autos plattgewalzt und ein Teil der Infrastruktur Ramallahs zerstört wurden. Die Golani Brigade war beteiligt bei der Bombardierung der Muqata, Arafats Aufenthalts- und Amtssitz, an der Besetzung der Altstadt von Nablus, bei der wertvolle denkmalsgeschützte Bauten nicht wiederbringbar zerstört, und Tausende obdachlos wurden.
Im letzten Libanon Krieg 2005 war die Golani Brigade in vorderster Front beteiligt an der Vertreibung und Massakrierung der Bevölkerung von Dörfern wie Maroun al-Ras and Bint Jbail. Für den ‚mutigen Straßen- und Häuserkampf‘ wurde die Golani Brigade mehrfach von der Regierung ausgezeichnet.
Im aktuellen Angriffs-Krieg in Gaza gibt es nur eine hoch gerüstete kriegführende Macht gegen eine wehrlose und ausgehungerte Bevölkerung und fast hilflose Militante - die Golani Brigade ist wieder ganz vorn – Helden?


Aufruf an israelische Soldaten ihr Recht und ihre Pflicht gegen Völkermord und Menschenrechtsverletzung einzutreten und den Krieg zu stoppen!
Unterschreiben Sie bei
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/aufruf_israelische_soldaten_kriegsverbrechen_stoppen.htm

Montag, 5. Januar 2009

Stimmen der Opfer der israelischen Kriegsverbrechen in Gaza

Aktueller link : Beitrag von Uri Avneri / http://www.uri-avnery.de/

Telefongespräche von Sophia Deeg mit internationalen Aktivistinnen und Aktivisten im Gazastreifen.

Von: Doris Pumphrey, Gesendet: 04.01.09 11:23:19 (weitergeleitet und übersetzt von Sophia Deeg, jüdische Stimmen in Europa)

Wir sind die Nacht über so gut es ging mit den Aktivisten und Familien in Verbindung geblieben.
Ich schreibe für jW (junge Welt) oder wen auch immer laufend darüber.
Bitte verbreiten, Verbindung halten ist den Eingeschlossenen wichtig.



Sind unsere Leben mehr wert? Internationale Menschenrechtsaktivisten in Gaza
Am Samstag, dem 3. Januar des Neuen Jahres, das so düster begann, erfahren wir um 18.30 von den internationalen Menschenrechtsaktivsiten, die in Gaza geblieben sind, dass die meisten von ihnen sich nunmehr im Norden aufhalten in den Ortschaften bzw Flüchtlingslagern Beit Jalah, Djabalia, Beit Hanoun. Die AktivistInnen begleiten Krankenwagen und medizinische Helfer in Djabalia, Beit Lahia und Beit Hanoun.
"Splitter eines 10cm-Schrapnell fliegen gerade in die Station des Roten Halbmondes. Das Ambulanz-Team schafft es wegen des heftigen israelischen Beschusses der Gegend nicht, die Verletzten zu bergen,"
berichtet Alberto Acre (Spanien) vom International Solidarity Movement und Sharon Lock, (ISM Australien), teilt mit:
"Die Ambulanzteams haben uns um internationale Unterstützung gebeten, und also arbeiten wir, schon seit drei Tagen, von der nördlichen Roten-Halbmond-Station aus mit diesen Teams zusammen; sie haben uns in die Erste Hilfe eingewiesen."
Seit der Ermordung des Sanitäters Mohammed Abu Hassera und des Arztes Dr Ihab Al Mathoon am 31.12.08 durch israelische Raketen fahren die Internationalen in Krankenwagen mit. Die Armee weiß Bescheid und weiß, dass sie, falls sie wie so häufig einen Krankenwagen unter Beschuss nimmt, damit auch einen Träger eines ausländischen Passes trifft - einen Menschen von einem gewissen Wert.
Am Tag zuvor ist allen ausländischen Staatsbürgern, etwa mit Palästinensern verheirateten Europäerinnen und deren Kindern, von Israel die Möglichkeit eingeräumt worden, den Gaza-Streifen zu verlassen.
Ohnehin hielten sich dort kaum noch Ausländer auf, nachdem Israel seit Wochen schon Journalisten den Zutritt zu seinem Labor einer ferngesteuerten Besatzung neuen Stils verwehrt, in dem Verpflichtungen einer Besatzungsmacht alten Stils à la Genfer Konventionen längst keine Gültigkeit mehr haben.
Ein internationales Publikum weniger erfahrener Besatzer wohnt dem Experiment mit Interesse bei.
Nachdem nun die israelische Luftwaffe Gaza seit einer Woche in ein brennendes Inferno verwandelt hat, in dem es keinen sicheren Fleck und keine Zuflucht vor den Bomben mehr gab, reisten fast alle aus, die nicht qua Geburt auf ewig dorthin verbannt sind.
Nicht so Alberto Acre, der am 28. Dezember Lama (4) und Haya (12) Hamdan sterben sah, nachdem die Schwestern von einer israelischen Rakete getroffen worden waren. "Sind unsere Leben mehr wert als ihres?" fragt er.
"Seit kurzem begleiten wir die Ambulanzen und dokumentieren die Angriffe auf medizinisches Personal, eine Verletzung der Genfer Konvention. Ich habe das Leid von Familien gesehen und mitgefühlt und kann sie nicht verlassen. Wir bleiben", ist Jenny Linnel von ISM (Großbritannien) entschlossen.
Auch Ewa Jasiewicz (GB und Polen) vom Free Gaza Movement hat das großzügige Angebot, sich der Versuchsanordnung rechtzeitig zu entziehen, ausgeschlagen. Sie wird nicht gehen, sagt sie: "Es ist die israelische Besatzungsmacht, die sich an das Internationale Recht zu halten und Palästina zu verlassen hat."
Natalie Abu Shakra (ISM Libanon) sieht die Parallelen und die Unterschiede zu dem, was sie erlebt hat, als der Libanon von Israel bombardiert wurde: "An manchen Orten war man sicher, an anderen nicht. In Gaza ist man nirgendwo sicher. Wie können wir diese Menschen zurücklassen, wir werden entweder mit ihnen leben oder mit ihnen sterben."
Dr. Haidar Eid ist südafrikanischer Staatsbürger, der an der Uni in Gaza lehrt.
Er hofft, dass das Massaker in Gaza, dessen Zeuge er ist, nicht ohne Konsequenz bleibt, dass die internationale Kampagne gegen das israelische Apartheidsystem "BDS: Boycott, Divestment and Sanctions" so entschlossen vorangetrieben wird wie einst die Kampagne gegen das südafrikanische Apartheidsregime.
"Diese Kampagne gegen die israelische Apartheid muss zur Entstehung eines gemeinsamen demokratischen Staates führen, in dem alle Menschen gleiche Rechte haben."
Am Samstag abend telefonieren wir noch kurz mit Ewa. Panzer rücken nach Beit Hanoun vor. Die Telefonverbindung bricht ab.Sonntag morgen haben wir wieder vereinzelt Telefonverbindungen. Eine Familie, die im Norden des Gaza-Streifens in einem relativ freistehenden Haus direkt am Meer wohnt, und die vergangene Woche weitgehend im Keller verbracht hat, entschließt sich heute früh, das Haus zu verlassen und ins dicht gedrängten Beach Camp zu gehen.
"Das Haus hat die ganze Nacht gezittert, der Beschuss aus der Luft, vom Meer und vom Land war so massiv ... Wir fühlen uns sicherer bei den Verwandten."
Ewa ist die ganze Nacht mit Ambulanzen gefahren, berichtet von heftigen Kämpfen einerseits, fliehenden Menschen andererseits, die aus Häusern stürzen, mit Koffern und Tüten irgendwohin rennen. Es gibt keine Zuflucht. Und wieder bricht die Verbindung ab.

Sonntag, 4. Januar 2009

Israel's Kriegsverbrechen gehören vor das Haager Kriegstribunal



Tausende demonstrieren in der ganzen Welt - aber europäische und amerikanische Regierungen rechtfertigen Israels Krieg weil Israel 'Teil der Weltgemeinschaft' sei - sind die Palästinenser 'Freiwild' - nicht Teil der Weltgemeinschaft?
Arabische Regierungen bleiben tatenlos.
Obwohl die Menschen in der ganzen Welt gegen diesen Krieg sind und sich langsam trotz aller Medienlügen die Wahrheit über dieses lang geplante Massaker herumspricht, machen sich die Merkels, Sarcosies, Bushs und Obamas usw. zum Handlanger und Komplizen des Blutbades an Kindern, Frauen, ganz wahllos an allen Bürgern Gazas.
Die Zerstörung des Lebens in Gaza ist wie vielfach dokumentiert ein Teil des langen Plans: das ganze Land von der Küste bis zum Jordan möglichst frei von Palästinensern zu besitzen, ein Kolonisierungsplan, der spätestens 1897 begann (Basler 1. Zionisten Kongress) und noch nicht beendet ist. Seit Herzl seine Idee eines religiösen jüdischen Staates niederschrieb, ist von Vertreibung die Rede. Seit es den Staat Israel gibt, gibt es Krieg, Vertreibung und Zerstörung. Opfer sind die Palästinenser, als diskriminierte Bewohner in Israel und als Flüchtlinge und Vertriebene in der West Bank, dem Gaza Streifen, im Süd Libanon, Syrien oder Irak. Mehr als die Hälfte aller Palästinenser lebt irgendwo im Ausland, verstreut über die ganze Welt.
Verantwortung tragen auch die Großmächte: Europa und die USA
Wie kann auch etwas anderes herauskommen als ein permanenter Kriegszustand, wenn die Weltmächte imperial über ein Land entscheiden, auf dem seit Jahrtausenden Generationen von Menschen leben, deren Identität Palästinensisch ist, und dies Land einer Gruppe von Europäern 'schenken', die ursprünglichen Bewohner seit über 80 Jahren (Ende des Osmanischen Reiches und Bildung von Mandatsgebieten) um ihren unabhängigen Staat betrügen und hilflos und schutzlos der Gewalt und dem Terror eines überaus hochgerüsteten Staates überlassen? Diese Gruppe von Europäern, die Zionistische Bewegung, hat Ende des 19ten Jahrunderts sich allen Europäeren angedient mit dem ausdrücklichen Angebot, dort 'Europas Interessen' zu verteidigen. Europas Interessen? Am Öl und den natürlichen Reichtümern der dortigen Völker?
Ist es das, was auch heute Anlass der bedingungslosen Unterstützung Israels durch die amerikanische und die europäischen Regierungen ist? Giordano könnte, wenn er sich nicht jüngst der Islam Phobie verschrieben hätte (siehe seine jüngsten Äußerungen zum Moschee Bau in Köln) , eine Folgegeschichte schreiben: 'Die Dritte Schuld' der Deutschen: der Holocaust (1), die Beibehaltung der gesamten faschistischen Struktur in Verwaltungen, Gerichten, Schulen und Militär (2, neben einigen verurteilten Einzelpersonen in Nürnberg) und heute (3) die Fortsetzung der Schuld, nämlich einer strukturellen Diskriminierung unserer Bürger mit ausländischer Herkunft, dem seit dem 1. Irak Krieg geschürten Hass auf Muslime - durch Medien oder Politiker - und das Zulassen eines Genocids an den Palästinensern. Diese Schuld erscheint wie eine bequeme Umschichtung des Opfer/Täter Bildes, eine Art 'geglückter' Entsorgung' - mit Geld, Waffen und begindungsloser politischer Unterstützung Israels (und nicht Wiedergutmachung an den Opfern, ihren Familien, ihren Kindern) meinen die deutschen Regierungen offenbar sich freigekauft zu haben und gelassen die Palästinenser zu Tätern machen zu können ! Welche Scheinheiligkeit! Wie weit wird dies noch gehen? Das Zuschauen heute ist das Freibillet für Israel seine Massaker an den Palästinensern ungestört fortzusetzen: demnächst in Hebron? in Nablus? in Jenin? Die Mauer zum Zuschnüren ist schon da, die 'Infrastruktur' vorbereitet. Europa und die USA machen sich mitschuldig und die Vereinten Nationen sind eine Marionette in ihren Händen. Woher sollen die Palästinenser Hoffnung schöpfen?
Zum Glück gibt es auch in Israel einige Stimmen und jüdische Stimmen in Europa, die der Wahrheit verpflichtet sind und den Staat Israel als das benennen was er ist: ein fanatisch religiöser Kolonialstaat, der den Begriff Demokratie nur für seine eigenen jüdischen Bürger gelten lässt. Schauen Sie auf die Dokumentationen auf dem http://palaestina-portal/ und die Übersicht über die verschiedenen Stimmen.
5 Geschwister getötet bei Bombardements auf Jabaliya



Aus der Rede von Frau Hecht-Galinski auf der Demonstration in Düssledorf am 3.1.09 zur:
"Aktion „gegossenes Blei“ - Aktion „vergossenes Blut“ Evelyn Hecht-Galinski
Andauernde Blockade, andauernde Strangulierung, andauernde Abriegelung, ständige Lufthoheit, tägliche Drohnenüberwachung und ein Aufklärungszeppelin, das war der sogenannte Abzug Israels aus dem Gazastreifen.
Die Hamas, die klare Gewinnerin aus den palästinensischen Parlamentswahlen im Januar 2006, sollte, weil es den USA und Israel nicht genehm war, mit der aufgerüsteten Fatah ihres Sieges beraubt werden. Als die misslang und die Hamas die alleinige Kontrolle im Juli 2007 über Gaza übernahm, schlossen Israel und Ägypten daraufhin die Grenzen zum Gazastreifen. Im September 2007 erklärte Israel den Gazastreifen zum feindlichen Gebiet. Das Kabinett beschloss eine Kürzung der Strom- und Treibstofflieferung an die Zivilbevölkerung. Im Januar 2008 ermordete die israelische Armee bei einem Militäreinsatz 19 Palästinenser. Drei Tage später, nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, riegelte Israel den Gazastreifen vollkommen ab. Die Stromversorgung für 800.000 Einwohner brach zusammen. 5 Tage später stürmten hunderttausende Palästinenser über die Grenze nach Ägypten, nachdem Kämpfer der Hamas die Grenzübergänge zerbombt hatten. Eine Woche lang deckte die Bevölkerung sich dort mit Grundnahrungsmitteln ein. Im März 2008 ermordete Israel 125 Palästinenser und die Operation „Heißer Winter“ fordert die höchsten Opferzahlen seit dem Sechstagekrieg von 1967. Im April werden 5 Palästinenser ermordet. Am 19. Juni vereinbart Israel mit 12 Palästinenserfraktionen im Gazastreifen eine sechsmonatige Waffenruhe. Sie läuft am 19. Dezember aus. Am 5. November kommt der erste gezielte israelische Militäreinsatz im Gazastreifen seit der Waffenruhe wegen eines 250 Meter langen Tunnels bis zum Grenzzaun. Sechs Palästinenser werden bei Gefechten ermordet. In den darauf folgenden Tagen werden nochmals 8 Palästinenser ermordet. Am 26. Dezember beginnt, obwohl das Ultimatum erst am 28.12. abgelaufen wäre, mit der Operation „gegossenes Blei“ .
Wer durchbrach die Waffenruhe? Die obige Chronologie zeigt es deutlich auf: Israel, Israel, Israel. Der Mehrheit des jüdischen Staates befindet sich im Blutrausch und ergötzt sich an den „Abbombardierungen“ der Ziele im Gazastreifen, die schon seit Monaten vorbereitet worden sind.
Die schlimmste Aktion seit über 40 Jahren, die Israel über die Palästinenser bringt, darf nicht ungesühnt bleiben. Anstatt sich mit solidarischen Bekundungen mit dem Recht Israels auf Selbstverteidigung anzubiedern und damit grünes Licht für die unmenschlichen Luftschläge und andere Kriegstaten zu geben , sollte unser Außenminister, das EU-Quartett und die amerikanische Regierung israelische Kriegshandlungen als das titulieren, was sie sind, nämlich: Menschenrechts verachtende, völkerrechtswidrige und mörderische Handlungen gegenüber einer beinahe wehrlosen besetzten und ausgehungerten Zivilbevölkerung. Nach den heutigen Äußerungen des tschechischen Außenministers Schwarzenberg, dessen Land demnächst die EU-Präsidentschaft für die nächsten 6 Monate übernehmen wird, ist nichts Gutes zu erwarten. Die EU will die Fackel wieder weiter an die USA reichen. Nach den verständnisvollen Äußerungen von George W. Bush und Condolezza Rice fühlt sich Israel noch sicherer in seiner Kriegslüsternheit. Auch der kommende Präsident Obama ließ aus Hawaii verlauten, dass Bush, der noch amtierende Präsident ist und er sich daher nicht äußern möchte. Klang das bei der Bewältigung der Finanzkrise und den finanziellen Hilfen der amerikanischen Autoindustrie doch ganz anders! Da gab er sofort Statements als kommender Präsident ab. Damit sollten die Hoffnungen der Obama Euphorie einen Dämpfer bekommen. Nach den letzten „Bush Ausläufen“ wenig Neues von Obama! Ist das der erhoffte „Change“ „Yes we can!“? Business as usual.
Liegt nicht der wahre Grund für diesen massiven und blutigsten Krieg seit 1967 in Israels Wahlkampf? Einer der übelsten Wahlkämpfe seit langem. Ablenkungsmanöver korrupter Politiker, einer ehemaligen juristischen Beraterin für „Killings“ des Mossad im Ausland, die für den Wahlsieg alle männlichen Kontrahenten rechts überholen will; außerdem militante Siedlerpolitiker, die sogar laut Noch-Premier Olmert, Pogrome in Hebron veranstalten und andere fanatische Splitterparteien, die alle eigene Interessen vertreten und nur in einem vereint sind – im Hass gegenüber Palästinensern und Arabern und sich an deren Leid ergötzen.
Auch ich als Pazifistin lehne den Abschuss von Raketen ab. Aber war es nicht die unmenschliche Blockade und Totalabriegelung des größten und dicht besiedelsten „Freiluftgefängnisses“, die die Ausgehungerten und Verzweifelten zu diesen selbst gebauten Raketen greifen ließ, um auf ihr Leid und ihr Dasein hinzuweisen? Insgesamt 16 Tote in all den Jahren durch diese Raketen. Jeder Tote ist natürlich einer zu viel. Diese Toten hat aber die israelische Regierung zu verantworten, die die unmenschlichen Zustände gegen das palästinensische Volk angerichtet hat.
Über 300 Tote allein in 48 Stunden. Und über 1000 Verletzte, von denen ein Großteil an ihren schweren „Schrapnell“-Verletzungen sterben wird.
Welche Verhöhnung dieser Ausgehungerten, wenn ihnen heute von Verteidigungsminister Barak propagandistisch gestattet, Lastwagen mit gespendeten Hilfsgütern in den Gazastreifen geschickt wird, während die Luftangriffe und Tötungen weitergehen. Auch die Bodentruppen stehen schon in den Startlöchern, sind aber mit 6700 Reservisten noch nicht genügend ausgestattet, um anzugreifen. Dafür kommt die Marine von der Wasserseite, und Kampjets fliegen auch schon wieder über den Libanon und bedrohen dort die Hisbollah.
Israel als hochgerüstete Militärmacht und „einzige Demokratie im Nahen Osten mit ausgestreckter Hand“ will ihre Bodentruppen erst schicken, wenn Gaza abbombardiert und in Schutt und Asche liegt. Die Hamas als ungleicher und viel schwächerer Gegner soll als Kompensation für das Fiasko des letzten Libanon-Krieges gegen die besser gerüstete Hisbollah herhalten, ohne Rücksicht auf die schutzlosen Menschen im Gazastreifen.
Nicht die gewählte Hamas-Regierung, sondern die brutalen Besatzer, nämlich die Regierung eines radikal-jüdischen Staates gehören vor das Haager Kriegstribunal.
Mein Aufschrei über diese Schande soll alle demokratischen deutschen Bürger und Bürgerinnen wachrütteln und zum Protest, wie auch immer ermutigen."
Und was Sie tun können: unterzeichnen Sie bei avaaz ' Gaza Time for Peace' (siehe Text)
Liebe Freunde,
Setzen sie Ihren Namen auf diese dringende Petition, die Waffenruhe in Gaza fordert. Wir werden sie umgehend dem UN Sicherheitsrat, der Arabischen Liga, den USA und anderen Staatsführungen überbringen.
Nehmen Sie jetzt teil !
Liebe Freunde, Während wir das Blutvergiessen in Gaza mit Schrecken wahrnehmen, bestürzt darüber, wie die Krise immer weiter ausser Kontrolle gerät, ist nur eine Sache klar -- die Gewalt wird nur zu mehr Leiden der zivilen Bevölkerung und weiterer Eskalation führen. Es muss einen Ausweg geben. Bereits 370 Menschen sind getötet worden und hunderte verletzt -- Raketen treffen Ashdod, tief im israelischen Kernland und beide Seiten bereiten sich auf eine Invasion vor. Zwar beginnt die Welt zaghafte Reaktionen zu zeigen, es wird jedoch mehr als Worte brauchen. Weder wird die aktuelle Gewalt aufhören, noch kann ein beständiger Frieden gesichert werden, wenn die internationale Gemeinschaft nicht eingreift. Heute starten wir eine Kampagne die dem UN Sicherheitsrat und wichtigen Schlüsselmächten in diesem Konflikt überbracht werden wird. Darin werden diese aufgefordert umgehend zu handeln, einen Waffenstillstand zustande zu bringen, die humanitäre Krise anzusprechen und Schritte zu unternehmen, die wirklichen und dauerhaften Frieden aufbauen. 1 Folgen Sie diesem Link jetzt und unterschreiben Sie die Petition und leiten diese an jeden weiter, den Sie kennen: http://www.avaaz.org/de/gaza_time_for_peace
Nach 8 oder mehr Jahren ineffektiver Verhandlungsbemühungen seitens den USA und anderer Staaten -- und nun Gazas blutigster Tag der letzten Zeit -- müssen wir für weltweite Aufmerksamkeit sorgen und unsere Regierungen dazu zu bringen, mehr als nur Stellungnahmen zu machen, wenn ihnen der Frieden in dieser Region am Herzen liegt. Die UN, EU, die Arabische Liga und die USA sollten nun vereint einen Waffenstillstand verlangen - der auch ein Ende der Raketenangriffe auf Israel, sowie die Öffnung der Checkpoints für Lebensmittel, Medizin, Treibstoff und weitere humanitäre Hilfsgüter beinhaltet. Mit einem neuen US Präsidenten der sein Amt in weniger als einem Monat antritt besteht eine gute Gelegenheit, dem Friedensprozess wieder neues Leben einzuhauchen. Die neuesten Entwicklungen verlangen nicht nur eine sofortige Waffenruhe sondern auch ein Bekenntnis von Obama und anderen Regierungen, dass die Lösung des Israel-Palästina Konfliktes ganz oben auf ihrer Liste steht. Weil die ganze Welt von diesem Konflikt betroffen ist - sollten wir nichts geringeres fordern. 2006 haben wir uns für einen Waffenstillstand im Libaon eingesetzt. Über Jahre haben wir daran gearbeitet um zu einen dauerhaften Frieden zu ermutigen, indem wir Plakate und Anzeigen in Israel und Palästina veröffentlichten. Jetzt wo wir uns 2009 nähern, müssen wir erneut zusammen stehen, um eine schnelle und stabile Lösung zu fordern damit die Gewalt nicht weiter eskaliert. Folgen Sie dem Link und tragen sie ihren Namen für den Frieden ein:
Alle Konfliktparteien werden so weitermachen wie bisher, wenn wir sie lassen und sie merken dass die Welt tatenlos zusieht. 2009 könnte anders sein. Im Angesicht der Krise und den Möglichkeiten die das neue jahr bringt ist es Zeit für uns, eine Waffenruhe zu fordern und zusammen zu arbeiten, um die Spirale der Gewalt ein für alle mal zu unterbrechen. Mit Hoffnung und Entschlossenheit,Brett, Ricken, Alice, Ben, Pascal, Paul, Graziela, Paula, Luis, Iain und das gesamte Avaaz Team 1 Weitere Aktionen könnten beinhalten: eine formelle Resolution vom UN Sicherheitsrat anstatt nur einer Pressemeldung, geschehen am 28 Dezember 2008; Deutlicher privater und öffentlicher Druck auf beide Seiten, die Feindseligkeiten zu beenden inklusive klarer Vorraussetzungen für die Wiederaufnahme von Verhandlungen (siehe auch (Englisch)
angemessene internationale Beaufsichtigung der Rafah Grenze; und mit der Zeit, eine detaillierte Resolution vom Sicherheitsrat, welche die Bedingungen für permanenten Frieden zwischen Israel und Palästina nach internationalem Recht festlegt.