Samstag, 17. April 2010

Al Bustan / Silwan: Israelische Stadtplaner zerstören Ost-Jerusalem - Planung im Dienste von Rassismus und Völkermord

Al Bustan - Silwan soll weichen für einen Park, der die Geschichte wieder auf den Kopf stellt: ein "Jüdischer Nationalpark" - auf historischem palästinensischen Grund

Der Angriff auf Al Bustan begann schon zu Beginn der 90er Jahre.

Arij berichtet: "Al Bustan ist ein palästinensisches Viertel in der Mitte des Stadtteils Silwan, der im südöstlichen Teil der Altstadt von Jerusalem liegt. Entsprechend der Land- und Eigentumsklassifizierung aus der britischen Mandatszeit ist das ganze Gebiet von Al Bustan, das sich auf eine Fläche von über 70 Dunam ( 10 dunam = 1 ha) erstreckt, als 'Exclusive Jerusalem Palestinian Properties' registriert und gehört den palästinensischen Einwohnern Jerusalems.

Betrachtet man die israelische Besetzung der Westbank, inklusive Jerusalem und des Gazastreifens, so ist festzustellen, dass mittlerweile alle palästinensischen Viertel in der besetzten Stadt Jerusalem ein Ziel israelischer Kolonisierung geworden sind. Dabei stehen nicht nur Behörden, sondern auch extremistische jüdische Organisationen wie 'Ateret Cohanim' und 'El 'Ad' hinter der Verfolgung dieses Ziels. Letztere haben illegalerweise damit begonnen palästinensische Grundstücke in Silwan zu besetzen, um die so genannte 'Stadt Davids' auf den Resten der palästinensischen Häuser im Viertel von Al Bustan zu errichten
(siehe Karte 1
).


Karte 1: Al Bustan Viertel in Silwan südlich der Altstadt von Jerusalem

Im Jahr 1991 hat Israel seine kolonialen Angriffe auf Silwan ausgeweitet. Israelische Siedler haben inzwischen mehr als 40 palästinensische Häuser an sich geriessen und besetzt. Darüber hinaus hat die israelische Stadtverwaltung Jerusalems, zusammen mit jüdischen Organisationen, den Namen Al Bustan auf offiziellen und örtlichen Karten durch den israelischen Namen 'Stadt Davids' ersetzt.
Im Jahr 2004 hat die israelische Stadtverwaltung von Jerusalem Verwaltungsanordnungen zum Abriss von 88 palästinensischen Häusern in Al Bustan erlassen (das sind 90% der Häuser des Viertels), angeblich, weil eine Genehmigung der Stadtverwaltung fehlt und das Eigentum dieser Häuser den extremen jüdischen Organisationen ''Ateret Cohanim' & 'El 'Ad' zugesprochen wurde, die in diesem Viertel die 'Stadt Davids' erbauen wollen.
Im Jahr 2005 begann die israelische Stadtverwaltung von Jerusalem mit dem ersten Abriss im Viertel von Al Bustan. Zwei palästinensische Häuser wurden zerstört. Gegen Ende des Jahres beschloss die israelische Stadtverwaltung von Jerusalem dann den Abriss vorläufig zu stoppen - ein Ergebnis internationaler Bemühungen und einer Petition, die von Hauseigentümern an den Justizminister Israels überreicht wurde und die ihn aufforderte dem Abriss Einhalt zu gebieten.
Später dann, im August 2008, reichten die palästinensischen Bürger von Al Bustan einen Masterplan bei der israelischen Stadtverwaltung von Jerusalem ein, um nachträglich Baugenehmigungen für ihre vom Abriss bedrohten Häuser zu erhalten. Die Stadtverwaltung teilte ihnen mit, dass dieser Plan nicht zur Debatte stehe und man mit dem eigenen Plan, einen öffentlichen Park im Viertel zu bauen, voranschreiten werde. Die Behörde schlug den Hauseigentümern zudem vor, dass, wenn sie ihre Häuser freiwillig evakuieren würden, sie dafür im Tausch andernorts ausserhalb des Viertels leben dürften. Die Hauseigentümer lehnten dieses Angebot ab, während gleichzeitig die israelischen Behörden offiziell den Masterplan, den die Hauseigentümer in den ersten Wochen des Jahres 2008 eingereicht hatten, ablehnten.
Am 21. Februar 2009 erhielten 134 palästinensische Familien (1500 Menschen) aus dem Viertel von Al Bustan Anordnungen von der israelischen Stadtverwaltung von Jerusalem zum Abriss und zur Evakuierung. Darin wurden die Bewohner aufgefordert ihre Häuser wegen des anstehenden Abrisses zu verlassen, um Raum für den israelischen Plan 'King David Garden' zu schaffen.
Im Juli 2009 übertrugen die israelischen Okkupationsbehörden das Eigentum von 14 palästinensischen Gebäuden, die eine Fläche von mehr als 28 Dunam einnehmen, an jüdische Siedlerorganisationen, ohne dass dies vom israelischen Justizminister bestätigt worden wäre. Man wollte einen 'Biblischen Park' und jüdische Haeuser anstelle eines palästinensischen Al Bustan.

Die Zerstörung des Al Bustan Viertels - ein weiterer Schritt in Richtung Judaisierung des sog. 'Holy Basin'
In den 90er Jahren legte die israelische Stadtverwaltung von Jerusalem einen Plan vor, der die Judaisierung eines Bereichs vorsah, der von Israel als 'Holy Basin' bezeichnet wird. Der in das Visier genommene Bereich schliesst die gesamte Altstadt von Jerusalem sowie grosse Flächen benachbarter Viertel und palästinensischer Gemeinden, angefangen bei Al Sheikh Jarrah und Wadi Al Joz im Norden bis zu At Tur im Osten und Silwan im Süden, mit ein (siehe Karte 2). Der Plan beinhaltet:
Bau einer archäologischen Stadt nach der biblischen Beschreibung des Heiligen Jerusalems unterhalb der Al-Aqsa- Moschee, des Viertels von Silwan und Teilen des muslimischen Viertels in der Altstadt von Jerusalem.
Evakuierung der palästinensischen Einwohner und Ersatz derselben durch jüdische Bewohner, beginnend bei Silwan und voranschreitend bis At Tur, Wadi Al Joz und Ras Al 'Amud.

Karte 2: 'Holy Basin'


Das Projekt 'Holy Basin' beschränkt sich nicht nur auf Land, sondern zielt auch auf eine Judaisierung des kulturellen, politischen, demographischen und religiösen Status der Stadt,
nämlich auf:

- Auslöschen der arabischen Identität in Jerusalem und deren Ersatz durch vollständige Judaisierung.

- Evakuierung so vieler palästinensischer Einwohner Jerusalems aus dem Gebiet von 'Holy Basin' und sogar aus der Stadt Jerusalem selbst, wie möglich.

- Isolation des sog. Gebietes 'Holy Basin' von den palästinensischen Gebieten.

- Vervollständigung des israelischen Kolonisierungsprojekts, das darauf abzielt die israelischen sod. 'Aussenposten' in und um die Altstadt mit den Siedlungen um die Stadt Jerusalem herum, darunter French Hill im Norden, das E-1 Viertel im Osten und Ost- Talpiot südlich von Jerusalem, zu verbinden." (http://www.poica.org/editor/case_studies/view.php?recordID=2123, 23.sept.2009)

Seit der Besetzung 1967 wird Ost Jerusalem vernachlässigt, die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig, neue Wohnbauten wurden nur selten genehmigt. Im Gegenteil, fehlende Masterpläne, verweigerte Baugenehmigungen haben verhindert, dass die palästinensischen autochthonen Bewohner der Stadt ihren städtischen Raum nach ihren Bedürfnissen gestalten konnten. Erneuerung ist nicht möglich, die Gestaltung von Freiflächen und Parks kommt nicht vor; 'Historisierung und Modernisierung' ein übles Planungspaket, das nur der Zerstörung der palsätinensischen, arabsichen Identiät der Stadt dient. Ein Museum wurde konfisziert, Polizeistationen statt Wohnungen entstanden an vielen zentralen Punkten und hunderte Häusern wurden im Namen einer Stadtplanung zerstört, die das palästinensische Erbe verschwinden lassen und an seine Stelle 'jüdisches' setzen möchte. Der neue Nationalpark - im Namen von Planung und Stadterhaltung - ist ein weiteres Beispiel dafür und bemüht noch die Religion, wie die Siedlergruppen, die in der Gründung des Staates Israel die erhoffte 'Erlösung' sehen und damit alles rechtfertigen.
Der folgende Bericht aus Al Jazeera zeugt von dieser im Kern rassistischen Politik, die auf die Anfänge des Zionismus zurückgeht und nun Jerusalem ins Zentrum der Eroberung Palästinas setzt.



Siehe auch die weiteren Artikel zu Jerusalem im Archiv.

Golda Meir prägte den Ausspruch: "Es gibt kein palästinensiches Volk". Jeshajahu Leibowitz, Zionist und bedeutender Denker Israels, Wissenschaftler, Philosoph und seit 1953 Chefredakteur der Hebräischen Enzyklopädie, nennt dies "Völkermord! Nicht im Sinne einer physischen Vernichtung des palästinensischen Volkes, sondern im Sinne der Vernichtung einer nationalen und/oder politischen Einheit." Und er nennt die "Besetzung (ist) eine nazistische Politik!" und benutzt den Ausdruck in Betrachtung von Siedlergruppen wie Gush Immunim oder Ataret Cohanim, die ihr Unwesen in Jerusalen und Hebron treiben, "Judennazis" - (aus "Gespräche über Gott und die Welt", Jeshajahu Leibowitz mit Michael Shashar. Insel Taschenbuch 1568. 1994: S. 18, S. 33)

Dienstag, 13. April 2010

Der Zynismus des Zyonismus: JA wirbt für Aliyah die IDF organisiert Vertreibung

Die Jüdische Agentur JA - seit Beginn der zionistischen Bewegung der entscheidende Motor für Vertreibung und Kolonisierung in Palästina hat es eilig: 21.4. Deadline für die kommende "Sommer Aliyah"

Während durch die jüngsten Schikanen des Staates Israel Tausende Palästinenser aus der West Bank - die es seit 1967 illegal besetzt hält - ausgewiesen werden sollen, wird in den USA und Canada fleißig für die Einwanderung amerikanischer Juden nach Israel geworben: Singels, Ältere, Heiratswillige, Kids, Teenager, Studenten ... für jeden ist etwas dabei. Und für jede Frage gibt es eine Antwort; Jobsuche, Gesundheitsversorgung, Steuern, Militärdienst, Schule.....


Die Jüdische Agentur ist fieberhaft tätig, aktuell werden in vielen Städten der USA Treffen arrangiert, um ganze Familien zur Auswanderung nach Israel zu bewegen. Hier eine kleine Auswahl, entnommen der aktuellen Annonce aus Ha'aretz vom 13.04.2010 unter:


- NYC Personal Aliyah Planning MeetingsTuesday, April 13, 2010 11:30 AM - 7:45 PM
- Personal Aliyah Meetings at Stern CollegeTuesday, April 13, 2010 1:00 PM - 8:00 PM
- Personal Aliyah Meetings at Yeshiva UniversityWednesday, April 14, 2010 11:00 AM - 7:00 PM
- Queens Personal Aliyah Planning MeetingsWednesday, April 14, 2010 12
- Brooklyn Personal Aliyah Planning MeetingsThursday, April 15, 2010 11:00 AM - 7:15 PM
- NYC Personal Aliyah Planning MeetingsFriday, April 16, 2010 8:30 AM - 12:30 PM
- Chicago Personal Aliyah Planning MeetingsWednesday, April 21, 2010 12:00 PM - 8:15 PM
- NYC Personal Aliyah Planning MeetingsThursday, April 22, 2010 11:00 AM - 6:00 PM
- Chicago Personal Aliyah Planning MeetingsThursday, April 22, 2010 12:00 PM - 8:15 PM
- Rockville Personal Aliyah MeetingsSunday, April 25, 2010 10:00 AM - 6:15 PM
- Cleveland Personal Aliyah Planning MeetingsSunday, April 25, 2010 1:00 PM - 8:15 PM
- Cleveland Personal Aliyah Planning MeetingsMonday, April 26, 2010 8:00 AM - 2:00 PM
- Baltimore Personal Aliyah Planning MeetingsMonday, April 26, 2010 10:00 AM - 6:15 PM ....


Und wie geht das? Und wohin z.B.? Just for FUN? oder für noch mehr Besetzung....

An die Libanesische Grenze im Programm 'go north' (Foto 2) ? Strategisch? Nach Hebron in ein Altersheim? Strategisch? Oder als Ferientrip in Jerusalem - just for fun und zur Plünderung eines Hauses in Al Ward nach der kurz vorherigen Vertreibung seiner Bewohner (s.Foto 3)?

Aus der Webseite von NBN (nefesh b'nefesh): 1. Leitfaden für die Aliya, 2. Werbung für das Programm 'Go North'. 3. Kanadische Schülerinnen 'renovieren' ein Haus kurz nach dessen Räumung von dessen palästinensischen Bewohnern (Foto Cornelia Suhan 1985)

Und wie geht es z.B. im Detail?
(Werbespot aus der Webseite NBN)

"Mazal Tov on your decision to make Aliyah! Nefesh B’Nefesh provides you with guidance with every aspect of your Aliyah, offering streamlined Aliyah processing and a comprehensive basket of services. We look forward to helping you with employment counseling, job placement services, assistance with governmental absorption, community-based guidance and financial assistance (for those who are eligible). The following is an overview of the steps that you will need to take, in order to make Aliyah successfully.

Step 1: Conduct Market Research

The initial steps towards Aliyah involve researching available options in Israel, and beginning to think about a practical and pragmatic Aliyah plan. ... Read more...
·Take advantage of our online
Aliyahpedia, ... please phone the Nefesh B’Nefesh Call Center at 1-866-4-Aliyah. ... overview of Nefesh B’Nefesh services, please click here.
In addition to conducting market research, consider starting a local Hebrew study course or online program to help you improve your Hebrew, further preparing you for the upcoming move. To view a listing of Hebrew language resources,
click here.
Step 2: Fill Out the Joint Nefesh B’Nefesh and Jewish Agency for Israel Application
Six to eight months before your estimated Aliyah date, start your Aliyah “paperwork” by filling out the
application. Read more...
Nefesh B’Nefesh offers an Aliyah application with two possibilities: Aliyah Services or Aliyah Services & Financial Aid. Financial aid is granted on the basis of need. As part of the application process, you will be asked to submit copies of some of the following documents (where relevant): Birth certificate, passport, proof of Judaism, marriage/divorce certificates and name change certificate. The application will be reviewed by all of the necessary government agencies, including by the Jewish Agency, who may request additional documents based on your Aliyah status.
At this stage in your planning, we urge you to attend a pre-Aliyah seminar with Nefesh B’Nefesh staff. In addition, you can set up an appointment with our staff to discuss your Aliyah-related decisions. ....
nefeshbnefesh-subscribe@yahoogroups.com
...... please be in touch with our Call Center at 1-866-4-Aliyah.
Step 3: Interview with an Aliyah Shaliach
As part of the Aliyah process, you will be meeting with your local Aliyah Shaliach, a representative of the Jewish Agency.....
Nefesh B’Nefesh ...is responsible for determining your Aliyah status and granting approval based on Israel’s Law of Return. ... If you have an Israeli background, you may be defined by the Jewish Agency as having the Aliyah status of Katin Chozer (returning minor), Ezrach Oleh (Israeli citizen born abroad) or Toshav Chozer (returning resident). ... For more information about being a Katin Chozer or Ezrach Oleh,
click here.
Step 4: Focus on Family
The technicalities of the Aliyah process can be
all-encompassing. Make sure you find the time to emotionally prepare yourself and your family (if you are bringing other family members with you) for the upcoming Aliyah adventure. Read more... Children – and teens, in particular - need to know ...
click here.
Step 5: Come on a Pilot Trip
Three to six months before your scheduled Aliyah date, come on a short pilot trip to network and see for yourself what communities, schools, housing and employment options are available, given your own needs and background.... For more information, please see: ·
Planning Your Pilot Trip ·Communities Database ·Education (Child/Teen) ·Introduction to the Job Search
Discounts on pilot trip services are available on the Nefesh B’Nefesh Business Directory. Click
here to register using our online form.
Step 6: Finalizing a Practical Plan
At this stage, you may need to make some difficult decisions regarding a community, a home (we recommend renting for the first year), or schools for children (where relevant). Read more... Be in touch with NBN once you know to which part of the country you’re headed, to receive practical tips and important information about your new community.
Step 7: Acceptance for Aliyah
There is a separate acceptance process for Nefesh B’Nefesh and the Jewish Agency. Your application will be reviewed by both organizations, and you will need to be sure that you receive separate letters from each one. Read more...
Jewish Agency approval is required in order for your Aliyah to proceed; Nefesh B’Nefesh approval is necessary in order to obtain Nefesh B’Nefesh assistance, including participation in group and charter flights. ... Once you receive approval of your Tik Aliyah, contact the Shaliach in order to arrange to receive your Aliyah visa in your foreign passport. Note: This applies to new Olim only. If you have a different Aliyah status, speak to your Shaliach for details.
Step 8: Shipping
We recommend that you send your lift approximately one month prior to your Aliyah, so that your shipment ... at the best price. Read more...
NBN Business Directory .... Shipping Guide. Step 9: The Aliyah Flight
After all of the preparations – don’t forget to enjoy your own Aliyah. Join a Nefesh B’Nefesh Aliyah flight which is, in of itself, a real emotional high and an unforgettable experience. Nefesh B’Nefesh is thrilled to welcome you as part of our growing family of Olim! Read more...
...take advantage of our
Post Aliyah Guide to learn about the step-by-step process in the first days and weeks after your arrival. In addition, please be in touch with your local Nefesh B’Nefesh coordinator who can help you with the initial acclimation to your new home. ... click here. Nefesh B’Nefesh has a wide range of social events, activities, workshops and seminars for new Olim which are advertised on our online calendar as well as the Nefesh B’Nefesh and NBN Singles
For questions about education,
employment and bureaucratic issues, our in-house experts are available for personal consultations and can assist you with the challenges that inevitably come up as you navigate Israel. We are available to assist you at all stages of the process and look forward to continuing working with you after your Aliyah. And again - Mazal Tov!"
Mazal Tov?
Der Zyonistische Zynismus ist unberechenbar und grenzenlos
Seit heute, dem 13.4.2010 gilt die Militär Verordnung 1650 der Israelischen Militärischen Führung, nach der Palästinenser, die in der West Bank leben ohne eine Genehmigung der Besatzungsmacht zu haben, also z.B. Studenten an der Birzeit Universität aus Gaza, als 'Eingeschmuggelte' oder 'Illegale' bezeichnet werden. Sie werden willkürlich als Kriminelle behandelt und können deportiert oder für 7 Jahre ins Gefängnis geworfen werden und müssen außerdem 7.500 Shekel oder 1.500 Euro Strafe zahlen . Davon betroffen sind Zehntausende. Sie, die eigentlichen 'Eingeborenen', Autochthone wie die Aborigines in Australien oder die Maoris in New Zealand, werden als 'Eindringlinge in Israel Lands' gesehen - eine Bezeichnung, die gegen jede internationale Rechtsprechung ist und keine Legitimation besitzt. 'Israel Lands' ist eine zionistische Erfindung, die den Landraub nur verschleiert, der seit Beginn des letzten Jahrhunderts in Palästina systematisch stattfindet.
Boykott und Sanktionen gegenüber Israel wären die einzig richtige Antwort auf die andauerenden Rechtsverletzungen und Aggressionen!

Donnerstag, 8. April 2010

Kolonisierung - mal anders dargestellt: Jerusalem in Karten

Karten enthüllen den illegalen

Judaisierungsprozess


Über 200.000 Siedler wurden in das okkupierte Ost-Jerusalem bisher verpflanzt - in die ganz großen Kolonien und die vielen kleinen, die eine enge Kette dazwischen bilden und Ost-Jerusalem immer mehr zerstückeln. Sie genießen günstige Mieten und leben dort mit hervorragender Infrastruktur, Schulen, Kindergärten, Parks und bunter Begrünung - während es den Palästinensern in ihrer Stadt nicht einmal möglich ist, ohne Probleme ein Haus auf eigenem Grund zu bauen, Schulen überfüllt sind und wenn sie gut sein sollen, teuer und privat bezahlt werden müssen. Grünflächen, Freiflächen, Spielplätze fehlen und wer in der Altstadt lebt findet nicht einmal die notwendige medizinische Versorgung, seit das Österreichische Hopsiz geschlossen und in ein Hotel umgewandelt wurde. Luxus für die Fremden, die Ost Jerusalem erdrücken und völlig illegal dort leben - Armut und Diskriminierung für die Einheimischen, denen am Freitag sogar der Zugang zur Moschee verwehrt wird, während die Siedler die ganze Stadt beschallen mit Triumphliedern und Siegesgeschrei....

Ellen O'Grady